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Kunsthaus Stemmen: Ein Lebenswerk sucht eine neue Zukunft

Quelle: Kunsthaus Stemmen.

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Stemmen. Ein gewöhnliches Wohnhaus ist das Kunsthaus Stemmen nicht. Über Jahrzehnte haben die Textil- und Mosaikkünstlerin Rita Hoch und der Handwerker und Künstler Norbert Fink aus einem ehemaligen Calenberger Klinkerhaus ein begehbares Gesamtkunstwerk geschaffen. Nun steht der außergewöhnliche Ort vor einem neuen Kapitel: Das Kunsthaus wird im Bieterverfahren angeboten.

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Über Jahrzehnte gewachsen

Naturstein, Holz, Glas, keramische Arbeiten und Mosaike prägen die Räume. Lichtöffnungen, Mosaikflächen und Übergänge zwischen Innen- und Außenbereich wurden über viele Jahre gestaltet. Dabei entstand das Haus nicht nach einem einheitlichen Bauplan, sondern entwickelte sich Schritt für Schritt aus der künstlerischen Arbeit seiner Bewohner.

Jede Oberfläche ist Teil des Gesamtkonzepts. Handgefertigte Mosaike ziehen sich durch das Gebäude, Naturstein verleiht den Räumen eine skulpturale Wirkung, während Holz und Glas Wärme und Transparenz schaffen. Eine zentrale Rolle spielt zudem die Lichtführung – unter anderem durch eine Lichtkuppel.

Auch der Garten ist Teil des Gesamtkunstwerks. Naturstein, Skulpturen und Vegetation gehen dort ineinander über und setzen die Gestaltung des Hauses im Außenbereich fort.

Vom Wohnhaus zum öffentlich wahrgenommenen Kunstort

Das Kunsthaus wurde zeitweise öffentlich zugänglich gemacht und von Kunstinteressierten, Besucherinnen und Besuchern sowie Architekturbegeisterten wahrgenommen. Auch in der Presse wurde das außergewöhnliche Gebäude mehrfach vorgestellt. Fach- und Lokalmedien bezeichneten es unter anderem als bemerkenswertes privates Gesamtkunstwerk.

Nun soll das Haus in eine neue Zukunft geführt werden. Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung steht eine behutsame Modernisierung an. Die künstlerische Substanz ist weitgehend original erhalten, gleichzeitig besteht in einzelnen technischen Bereichen Erneuerungsbedarf.

Neue Nutzung ist ausdrücklich erwünscht

Das Kunsthaus könnte künftig ganz unterschiedlich genutzt werden. Denkbar sind unter anderem ein privates Wohnhaus mit Atelier, eine Galerie oder ein Ausstellungsraum. Auch eine Ateliergemeinschaft, ein Stiftungssitz oder ein Artist-in-Residence-Programm werden als mögliche Perspektiven genannt.

Darüber hinaus könnte der Ort beispielsweise für Seminare zu Architektur und Gestaltung oder als Rückzugsort für Kunst- und Architekturinteressierte genutzt werden. Voraussetzung für eine neue Nutzung sei allerdings, den gewachsenen Charakter des Hauses nicht zu überschreiben, sondern behutsam weiterzuentwickeln.

Modernisierung mit Augenmaß

Zu den anstehenden Aufgaben gehören unter anderem die energetische Verbesserung einzelner Fenster und Außentüren. Eine klassische Zentralheizung gibt es derzeit nicht; beheizt wird das Haus mit zwei Grundöfen.

Nach Angaben im Exposé soll eine Modernisierung die Möglichkeit eröffnen, zeitgemäße Technik sensibel in die bestehende Architektur zu integrieren. Ziel sei nicht eine grundlegende Umgestaltung, sondern die behutsame Weiterentwicklung des über Jahrzehnte entstandenen Kunstwerks.

144 Quadratmeter Wohnfläche und 427 Quadratmeter Grundstück

Das Kunsthaus befindet sich in der Blumestraße 1 in Stemmen, einem Ortsteil von Barsinghausen. Das Gebäude stammt aus der Zeit um 1900 und verfügt über rund 144 Quadratmeter Wohnfläche. Das Grundstück ist etwa 427 Quadratmeter groß. Hinzu kommen rund 60 Quadratmeter Dachboden mit Ausbaureserve sowie eine etwa 20 Quadratmeter große Werkstatt.

Gebote bis zum 15. September möglich

Das Kunsthaus wird in einem Bieterverfahren angeboten. Interessierte müssen das Gebäude zunächst persönlich nach Vereinbarung besichtigen. Erst danach kann ein schriftliches Gebot abgegeben werden.

Entscheidend ist nicht allein die Höhe des Gebots. Dem Angebot soll auch eine kurze Beschreibung der geplanten Nutzung beigefügt werden. Bei der Auswahl soll berücksichtigt werden, wie gut die Nutzungsidee zum gewachsenen Charakter des Kunsthauses passt.

Die Gebotsabgabe ist bis 15. September 2026 möglich. Weitere Informationen und Verfahrensunterlagen gibt es beim Kunsthaus Stemmen. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.

Kontakt:
Kunsthaus Stemmen
Blumestraße 1, 30890 Barsinghausen/Stemmen
Telefon: 0176 23602569
E-Mail: kontakt(at)kunsthausstemmen.de
Website: kunsthausstemmen.de