Barsinghausen. Mit einem offenen Brief wendet sich die Forstinteressentenschaft Barsinghausen–Altenhof an die Bewerberinnen und Bewerber um ein Mandat im Rat der Stadt Barsinghausen sowie an die Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Darin regt die Forstinteressentenschaft an, auf Barsinghäuser Stadtgebiet einen Ruh-Wald auszuweisen und damit das bestehende Angebot an Bestattungsformen zu ergänzen.
„Sehr geehrte Bewerberinnen und Bewerber um ein Mandat im Rat der Stadt Barsinghausen,
sehr geehrte Kandidatin und Kandidaten für das Amt der Bürgermeisterin bzw. des Bürgermeisters,
die Bestattungskultur in unserer Gesellschaft erfährt in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen stetigen und massiven Wandel.
Die klassische Erdbestattung wird immer seltener, Urnen-Beisetzungen und alternative Bestattungsformen gewinnen an Beliebtheit.
In den vergangenen Jahren haben sich eine erhebliche Zahl Barsinghäuser Bürgerinnen und Bürger außerhalb unserer Stadtgrenzen bestatten lassen, weil offenbar das Angebot der Bestattungsformen vor Ort nicht attraktiv erscheint.
Barsinghausen ist historisch vom Deister geprägt und auch heute noch fühlen sich viele Bürgerinnen und Bürger eng mit dem Deister verbunden.
Der wunderschöne Wald vor unserer Tür könnte für viele auch die Stätte der letzten Ruhe sein. Eine Waldbestattung könnte das aktuelle Angebot auf unseren Friedhöfen ergänzen.
Geeignete Flächen gibt es – und der Rat hat sich bereits in der Vergangenheit mit dieser Idee befasst.
Der Bedarf ist offenkundig, gibt es kein Angebot vor Ort, werden Menschen weiterhin ihre letzte Reise ins Umland antreten und trauernde Angehörige werden auch in Zukunft weite Wege in Kauf nehmen müssen um sich ihren Lieben nah zu fühlen.
Bitte setzen Sie sich im nächsten Rat für die baldige Widmung eines Ruh-Wald auf Barsinghäuser Grund ein.“
Forstinteressentenschaft Barsinghausen – Altenhof




