Barsinghausen. Noch bevor viele Menschen in den Tag starten, sind die Jägerinnen und Jäger des Hegerings Barsinghausen bereits auf Wiesen und Feldern unterwegs. In den frühen Morgenstunden suchen sie gemeinsam mit Landwirten die Flächen vor der anstehenden Mahd nach Rehkitzen ab und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Tierschutz.
Gerade in dieser Jahreszeit befinden sich viele Rehkitze noch in einem Alter, in dem sie bei Gefahr nicht flüchten. Statt davonzulaufen, folgen sie ihrem natürlichen Instinkt und drücken sich regungslos ins hohe Gras. Für die Tiere bietet dieses Verhalten normalerweise Schutz vor Fressfeinden – bei Mäharbeiten kann es jedoch lebensgefährlich werden.
Früher Einsatz vor der Mahd
Vor jedem Mähen sind Landwirte verpflichtet sicherzustellen, dass sich keine Wildtiere auf den Flächen befinden. Dabei werden sie durch die ehrenamtliche Arbeit der Jägerschaft unterstützt.
Die Einsätze beginnen häufig bereits bei Sonnenaufgang. Zu dieser Zeit lassen sich die Tiere mithilfe von Wärmebildtechnik besonders gut aufspüren. Zusätzlich werden Wiesen und Feldränder auch zu Fuß abgesucht.
Gemeinsamer Einsatz für den Tierschutz
Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Jägerschaft zeigt, wie praktischer Natur- und Tierschutz direkt vor Ort funktionieren kann. Durch die frühen Kontrollen können jedes Jahr zahlreiche Rehkitze rechtzeitig entdeckt und vor den Mäharbeiten in Sicherheit gebracht werden.








