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Reparieren statt wegwerfen: Das Repair-Café wird zur Erfolgsgeschichte

Bernd Dämmrich repariert die Nähmaschine von Dagmar Zink.

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Barsinghausen. Manchmal genügen ein kleiner Handgriff oder der Austausch weniger Teile - und das zuvor defekte Gerät aus dem Haushalt springt wieder an. Im Repair-Café des Seniorenrates Barsinghausen bekommen kaputte Staubsauger, Nähmaschinen, Radios oder Kaffeemaschinen eine zweite Chance. Ehrenamtliche Reparateure machen sich dort auf Fehlersuche und bringen die Gegenstände - wenn möglich - wieder in Ordnung. Immer mehr Menschen nutzen dieses monatliche Angebot. "Unser Repair-Café entwickelt sich zu einem echten Hit", sagt Horst Petersmann vom Seniorenrat.

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Zu den zehn Café-Terminen im Jahr 2023 kamen insgesamt 204 Interessierte, die ihre defekten Geräte zur Gratis-Reparatur mitbrachten. In den meisten Fällen mit Erfolg, "denn 140 Geräte haben wir in unserem Team wieder in Gang bringen können", erläutert Bernd Dämmrich, der seit Beginn dieses Projektes vor rund vier Jahren zum Kreis der ehrenamtlichen Reparateure gehört. Für ihn sei es jedes Mal ein schönes Gefühl, wenn die Leute ihre reparierte Nähmaschine oder Lampe mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht wieder mit nach Hause nehmen.

Beim jüngsten Repair-Café am Wochenende in der Petrusgemeinde hat Dämmrich erneut helfen können - und den Fehler in der Nähmschine von Dagmar Zink behoben. "Ich war schon oft hier und habe Dinge aus meinem Haushalt reparieren lassen. Eine tolle Sache, die ich gerne weiterempfehle", betont Zink.

Am Service-Tisch nebenan kümmert sich Reparateur Uwe Hormann um den kaputten Staubsauber und die Lavalampe von Pia Theil-Hartwig, begleitet vom achtjährigen Michel. Sie wollen die Sachen nicht einfach in den Müll werfen, sondern wieder funktionstüchtig mit nach Hause nehmen. "Wir sollten verantwortlicher mit den Ressourcen und mit der Umwelt umgehen", sagt Pia Theil-Hartwig, während Michel interessiert den Handgriffen des Reparateurs zusieht.

Tauchen Probleme bei der Fehlersuche oder bei der Reparatur auf, dann stecken die jeweils sieben bis acht freiwilligen Helfer ihre Köpfe zusammen und geben sich untereinander Tipps. "Das funktioniert meistens auch, denn zwei Drittel aller Geräte werden bei uns im Café instandgesetzt", betont Horst Petersmann. Neben den üblichen Dingen wie Staubsauger, Lampen, Radios, Bügeleisen, Bohrmaschinen oder CD-Spieler seien auch Armbanduhren, Eierkocher, Waffeleisen und eine Tauchpumpe zur Reparatur abgegeben worden. "Manchmal bringen Kinder auch ihre Spielsachen. Wir hatten aber auch schon eine Zapfanlage und eine Weihnachtsmütze dabei", berichtet Petersmann. Für die Zukunft will der Seniorenrat das Angebot im Repair-Café noch erweitern und zusätzlich einen Nähservice anbieten, um kaputte Kleidungsstücke und Textilien reparieren zu können.

Bei den Wartezeiten zwischendurch können sich die Gäste zwischendurch bei Kaffee und Kuchen miteinander unterhalten. "Auch das ist uns wichtig: Das Gespräch und der Austausch. Das schätzen viele Leute ebenfalls", erklärt Gisela Maas, Vorsitzende des Seniorenrates Barsinghausen. Sie lobt zudem die idealen Räume der Petrusgemeinde: "Ein sehr guter Standort".

Das Repair-Café öffnet jeden ersten Sonnabend im Monat jeweils von 14 bis 17 Uhr in der Petrusgemeinde am Langenäcker. Ein- oder zweimal im Jahr geht das Repair-Café auch in die Ortsteile - das nächste Mal am 6. April in der Begegnungsstätte Großgoltern.

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