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Schulzentrum am Spalterhals: Barsinghausen bereitet millionenschwere Sanierung vor

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Barsinghausen. Die Stadt Barsinghausen will die umfassende Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums am Spalterhals auf den Weg bringen. Die Politik soll in den kommenden Wochen darüber entscheiden, wie die Bauleistungen vergeben werden und welche finanziellen Mittel dafür bereitgestellt werden. Das Projekt zählt zu den größten Bauvorhaben der Stadtgeschichte und soll bis 2033 umgesetzt werden.

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Lernlandschaften, neue Mitte und mehr Barrierefreiheit

Grundlage der Planungen ist ein bereits beschlossener Konzeptentwurf. Dieser basiert auf drei zentralen Ideen: Die bisherigen Jahrgangsebenen sollen zu modernen Lernlandschaften umgestaltet werden, eine gemeinsame Mitte soll als Treffpunkt dienen und das Schulzentrum soll nachhaltig weiterentwickelt werden.

Geplant sind unter anderem zwei neue Verbindungsbauten zwischen den bestehenden Türmen. Sie sollen die Barrierefreiheit verbessern, neue Eingangsbereiche schaffen und zusätzliche Funktionen aufnehmen. Außerdem soll der bestehende D-Trakt erweitert werden, um zusätzliche Raumbedarfe abzudecken. Die Mensa soll künftig im Hauptgebäude untergebracht und direkt mit Aula und Freizeitbereichen verbunden werden.

Bau in mehreren Abschnitten

Die Arbeiten sollen in vier Bauabschnitten erfolgen. Anders als zunächst vorgesehen, sollen zusätzliche Flächen möglichst früh geschaffen werden, um die während der Bauzeit entstehende Raumnot abzufedern. Im ersten Bauabschnitt sind daher bereits ein neuer Verbindungsbau sowie zusätzliche Unterrichtsräume am D-Trakt vorgesehen. Im zweiten Abschnitt soll der künftige Haupteingang mit weiteren Nutzungen wie einer kleinen Bibliothek entstehen.

Lüftungskonzept reduziert Kosten

Ein wichtiger Bestandteil der Planungen war die Gebäudetechnik. Ursprünglich war eine vollständige mechanische Be- und Entlüftung des gesamten Gebäudekomplexes vorgesehen. Nach weiteren Prüfungen wurde jedoch ein angepasstes Lüftungskonzept entwickelt. Künftig sollen innenliegende Räume sowie die sogenannten Lernflure mechanisch be- und entlüftet werden, während Unterrichtsräume an den Fassaden weiterhin über Fenster ausreichend belüftet werden können. Dadurch konnten erhebliche Mehrkosten vermieden werden.

Kosten zwischen 89,9 und 94,2 Millionen Euro

Für die ausgewählte Planungsvariante werden derzeit Gesamtkosten von rund 89,9 Millionen Euro kalkuliert. Darin enthalten sind bereits Baukostensteigerungen über die gesamte Bauzeit.

Die Verwaltung stellt zwei Vergabevarianten zur Diskussion:

- Vergabe an Einzelgewerke: Gesamtkosten rund 89,9 Millionen Euro. Dafür wäre eine Verpflichtungsermächtigung von rund 68,8 Millionen Euro für die Jahre 2027 bis 2033 erforderlich.

- Vergabe an einen Generalunternehmer: Gesamtkosten rund 94,2 Millionen Euro. In diesem Fall würde eine Verpflichtungsermächtigung von rund 80,6 Millionen Euro benötigt.

Verwaltung favorisiert Generalunternehmer

Trotz der höheren Kosten spricht sich die Verwaltung für die Vergabe an einen Generalunternehmer aus. Als Gründe werden insbesondere die höhere Kosten- und Terminsicherheit genannt. Zudem ließen sich Risiken durch Nachträge, Verzögerungen oder Probleme bei einzelnen Gewerken reduzieren. Die Verwaltung erwartet außerdem eine Entlastung bei der Projektsteuerung und eine bessere Koordination der zahlreichen Beteiligten.

Finanzierung reicht bislang nur bis 2029

Die mittelfristige Finanzplanung der Stadt reicht derzeit nur bis 2029. Da das Bauprojekt jedoch bis 2033 laufen soll, stehen aktuell noch nicht alle benötigten Haushaltsmittel zur Verfügung. Für die Jahre 2025 bis 2029 sind bislang insgesamt 52,3 Millionen Euro eingeplant.

Über die Vorlage beraten zunächst der Bauausschuss, anschließend der Finanzausschuss, der Verwaltungsausschuss und schließlich der Rat der Stadt Barsinghausen.