Barsinghausen. Die Stadt Barsinghausen könnte künftig verstärkt auf flexible Geschwindigkeitskontrollen setzen. Hintergrund sind Überlegungen zur Anschaffung eines sogenannten Blitzeranhängers, der an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet eingesetzt werden kann. Die Kosten für ein solches System werden derzeit auf rund 280.000 Euro geschätzt.
Wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt, ist Barsinghausen für die Durchführung der Geschwindigkeitsmessungen im Stadtgebiet sowie die Übermittlung der erfassten Daten zuständig. Die eigentliche Bearbeitung der Ordnungswidrigkeitenverfahren übernimmt jedoch die Region Hannover als zuständige Bußgeldbehörde. Sie entscheidet eigenständig über die Einleitung und Fortführung der Verfahren.
Einnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen
Von den durch die Region Hannover vereinnahmten Bußgeldern erhält die Stadt Barsinghausen 40 Prozent. Eine Zuordnung der Einnahmen zu einzelnen Messstellen erfolgt dabei nicht.
Im Jahr 2025 nahm die Stadt aus stationären Geschwindigkeitsmessungen insgesamt 124.206,31 Euro ein. Weitere 14.364,76 Euro entfielen auf mobile Messungen. Im ersten Quartal 2026 lagen die Einnahmen aus stationären Anlagen bereits bei 34.484,80 Euro, während mobile Kontrollen weitere 4.465 Euro einbrachten.
Zwei feste Messstellen im Stadtgebiet
Derzeit verfügt Barsinghausen über zwei stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen. Diese befinden sich an der Straße „Auf dem Damm“ in Groß Munzel sowie an der Straße „An der Windmühle“ in Wichtringhausen. An beiden Standorten wird der Verkehr in beide Fahrtrichtungen überwacht.
Zusätzlich setzt die Stadt mobile Messgeräte an wechselnden Orten ein. Die Auswahl der Standorte richtet sich nach verkehrlichen Erfordernissen, örtlichen Gegebenheiten sowie Hinweisen aus der Bevölkerung oder politischen Beschlüssen.
Flexibler Einsatz im gesamten Stadtgebiet
Ein möglicher Blitzeranhänger könnte künftig flexibel an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden. Voraussetzung für jeden Einsatz ist allerdings das erforderliche Einvernehmen mit der Polizei. Durch die mobile Technik könnten Geschwindigkeitskontrollen gezielt dort durchgeführt werden, wo besonderer Handlungsbedarf besteht.








