Barsinghausen. Eine Putzbürste wird zur Giraffe, ein Apfelschneider zur Kamera und ein Bügeleisen zum Wasserkocher: Beim Gastspiel des Theaters Kunstdünger aus München war die Fantasie der jungen Zuschauer gefragt. Mehr als 500 Kindergartenkinder und ihre Betreuerinnen und Betreuer sahen an zwei Tagen in der Aula der KGS das Stück „Die Prinzessin kommt um vier“ nach Wolfdietrich Schnurre.
Vier Vorstellungen für Kindergärten
Auf Einladung von Calenberger Cultour zeigte das Ensemble insgesamt vier Vorstellungen. Schon zu Beginn wurde deutlich, worauf die Inszenierung setzt: Als eine Putzbürste auf einem gelben Stiel über den Vorhang ragte, war für die Kinder sofort klar: „Eine Giraffe!“
Mit wenigen Requisiten, ausdrucksstarkem Körpertheater und viel Komik entwickelte sich die Geschichte vor den Augen des jungen Publikums. Alltägliche Gegenstände erhielten dabei eine völlig neue Bedeutung. So wurde ein Apfelschneider kurzerhand zur Kamera und ein Bügeleisen zum Wasserkocher.
Kinder fiebern mit
Für viele Lacher sorgte auch ein Spiegel, der offenbar nicht so funktionierte, wie die Figuren es erwarteten. Die temporeiche Inszenierung setzte dabei auf ein wandelbares Bühnenbild und das Zusammenspiel der beiden Schauspielerinnen.
Die Kinder verfolgten die Geschichte aufmerksam, lachten und fieberten mit den Figuren mit. Dabei zeigte das Stück, wie wenig es braucht, um mit Fantasie aus einfachen Gegenständen eine ganz neue Welt entstehen zu lassen.
Am Ende bedankte sich das junge Publikum mit kräftigem Applaus für das Gastspiel. Vielleicht wird die eine oder andere Putzbürste zu Hause seitdem auch mit etwas anderen Augen betrachtet.


