Barsinghausen. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen stellte im Ordnungsausschuss den Antrag auf Einrichtung eines Fußgängerüberweges an der Osterstraße vor der Einmündung auf die Bahnhofsstraße/ Ecke Deisterstraße. Nach Gegenwind der anderen Fraktionen und der Stadtverwaltung zog die Fraktion den Antrag zurück.
„Ein Zebrastreifen an der Osterstraße ergänzt die bereits bestehenden Fußgängerüberwege an Deisterstraße und Bahnhofsstraße im Eingangsbereich der Fußgängerzone. Er bedeutet mehr Sicherheit für den Fußverkehr an einer der zentralen Kreuzungen der Innenstadt“, sagte Ratsfrau Carmen Eickhoff (Grüne) zum Antrag im Ordnungsausschuss. Unter anderem sei die Kreuzung ein Schulweg, derzeit auch für Grundschulkinder. Bis mindestens 2032 bleibt dieser Weg aufgrund der Interims-Nutzung der Bert-Brecht-Schule stark frequentiert. An der Bushaltestelle 'Am Kaiserhof' steigen viele Fahrgäste aus, die ebenfalls die Straßen queren, ergänzte Christian Röver (Grüne), ebenfalls Mitglied im Ordnungsausschuss
Andere Ausschussmitglieder und Stadtverwaltung teilten die Auffassung nicht.
Die Stadtverwaltung Barsinghausen empfahl, den Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf Errichtung eines Fußgängerüberweges an der Einmündung der Osterstraße auf die Bahnhofstraße abzulehnen.
„Bereits heute befinden sich im unmittelbaren Bereich zwei Fußgängerüberwege. Ein dritter würde laut Verwaltung nicht mehr Sicherheit bringen, sondern die Unübersichtlichkeit erhöhen und neue Konfliktpunkte schaffen“, erklärte der Erste Stadtrat Stefan Zeidler, „Erschwerend kommt der Busverkehr hinzu: Haltende Busse im Kurvenbereich würden Sichtachsen blockieren und das Unfallrisiko für Fußgängerinnen und Fußgänger erhöhen.“
Auch die formalen Voraussetzungen nach der Richtlinie für die Anlage von Fußgängerüberwegen sind nicht erfüllt: Eine frühere Verkehrszählung ergab, dass das Fußgängeraufkommen gering war und die vorgeschriebenen Mindestquerungszahlen unterschritten wurden.
Die Verwaltung kam daher zu dem Schluss, dass die Verkehrssicherheit aller Beteiligten gegen die Einrichtung eines weiteren Überweges spreche. Eine Einrichtung eines Zebrastreifens mit vorgeschriebener Beleuchtung und Beschilderung könne schnell 100.000 Euro kosten, gab Zeidler zusätzlich zu bedenken. Auch eine erneute Verkehrszählung durch einen externen Dienstleiter koste Geld, was im Haushalt bislang nicht eingeplant sei.
Die Grünen zogen daher den Antrag vorerst zurück.








