Anzeige
Anzeige
Anzeige

25 Jahre Regionale Beratungsstellen bei der Polizei Niedersachsen

Symbolfoto.

Hannover. Täglich sind Polizistinnen und Polizisten in Niedersachsen mit herausfordernden, belastenden oder auch traumatischen Situationen konfrontiert. Im Umgang mit diesen Erlebnissen unterstützen die Beamtinnen und Beamten seit 25 Jahren die Mitarbeitenden der Regionalen Beratungsstellen. Häufig leisten diese ihre Arbeit im Hintergrund und für die Öffentlichkeit kaum sichtbar. Nun ist dieses Angebot aus dem Arbeitsalltag der Polizei nicht mehr wegzudenken.

Anzeige

Anlässlich dieses Jubiläums würdigte heute Niedersachsens Ministerin für Inneres, Sport und Digitalisierung, Daniela Behrens, die bedeutsame Arbeit der Regionalen Beratungsstellen bei den Polizeibehörden: „Häufig geht es im Polizeialltag um schnelle Entscheidungen, hohe Verantwortung und Situationen, die einen nicht kaltlassen und nachwirken. Nicht jede Belastung ist dabei sofort sichtbar. Das wirkt sich auf die Polizistinnen und Polizisten aus. Gerade deshalb sind die Angebote der Regionalen Beratungsstellen so wichtig, sie setzen früh an und unterstützen verlässlich. Angesichts des raueren Tonfalls in unserer Gesellschaft und der immer vielfältigeren Aufgaben der Polizei ist ihre Arbeit umso wichtiger geworden. In einer Organisation wie der Polizei braucht es nicht nur Verlässlichkeit im Einsatz. Es braucht auch eine Gesprächskultur, in der die Beamten Schwierigkeiten ansprechen können, ohne dass das als Schwäche gilt. Wer Verantwortung trägt, muss auch sagen können, wenn etwas nachwirkt oder wenn Unterstützung nötig ist. Die Regionalen Beratungsstellen bieten dafür den nötigen Rahmen, schaffen Vertrauen. Damit tragen sie dazu bei, dass über Belastungen gesprochen werden kann – bevor daraus größere Probleme werden.“

Die Regionalen Beratungsstellen sind ein zentraler Bestandteil der Fürsorge innerhalb der Polizei Niedersachsen. In allen Polizeibehörden stehen hierfür hauptamtliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung, die mit fachlicher Expertise und hoher Sensibilität die Kolleginnen und Kollegen aus dem Einsatz unterstützen. Ihr Aufgabenfeld umfasst insbesondere die psychosoziale Unterstützung von Polizistinnen und Polizisten nach besonders belastenden Einsätzen. Hierzu zählen unter anderem Erlebnisse im Zusammenhang mit schweren Unfällen oder Gewaltdelikten. Diese Form der Betreuung sowie ergänzende Präventions- und Fortbildungsangebote tragen dazu bei, dass die Angehörigen der Polizei Niedersachsen ihren herausfordernden Aufgaben und ihrer besonderen Verantwortung jetzt und zukünftig nachkommen können.

Das Unterstützungsangebot erstreckt sich dabei über den dienstlichen Kontext hinaus. Die Beratungsstellen stehen den Beschäftigten der Polizei auch bei privaten Herausforderungen zur Seite – etwa in Lebenskrisen, bei persönlichen Problemstellungen oder bei der Vermittlung weiterführender Hilfsangebote. Damit leisten sie einen ganzheitlichen Beitrag zur Stabilität und zum Wohlbefinden der Mitarbeitenden.

Ziel der Arbeit der Beratungsstellen ist es, betroffene Personen bei der Verarbeitung belastender Erlebnisse zu begleiten, ihre Resilienz zu fördern und möglichen langfristigen gesundheitlichen Folgen vorzubeugen. In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und steigender Anforderungen an die Polizei kommt dieser Unterstützung eine besondere Bedeutung zu, denn nur wer im eigenen System Unterstützung findet, kann für die Sicherheit anderer sorgen.

Behrens: „Wer Tag für Tag für die Sicherheit anderer einsteht, muss sich darauf verlassen können, im eigenen System Unterstützung zu finden. Das ist für mich eine Frage von guter Führung. Und es ist eine Frage der Fürsorge gegenüber den eigenen Beschäftigten. Das Jubiläum ist ein guter Anlass dafür, Danke zu sagen. Danke an alle, die die Regionalen Beratungsstellen aufgebaut und weiterentwickelt haben und diese heute mit großer Professionalität und mit viel menschlichem Gespür fortführen.“

Anzeige