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Ehrenamtlich on the road: Saison der Johanniter-Motorradstaffeln gestartet

Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Hannover. Rund um die Osterfeiertage und den Ferienbeginn zeichnet sich die verstärkte Reisezeit 2026 auf den Autobahnen Niedersachsens deutlich ab, oft sind zahlreiche Staus die Folge. Um die Autofahrenden auf den Straßen zu unterstützen, sind die Johanniter-Motorradstaffeln mit dem Beginn der Osterferien in ihren Einsatz gestartet. In dieser Saison werden rund 75 ehrenamtliche Johanniterinnen und Johanniter von den Standorten Ahlhorn, Hannover, Hildesheim, Northeim, Salzgitter, Bremen und Schwarmstedt mit insgesamt 20 Motorrädern bis zum Ende der Herbstferien unterwegs sein.

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Am Montag, 23. März, fand die offizielle Saisoneröffnung der Motorradstaffeln der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH) Landesverband Niedersachsen/Bremen im ADAC-Fahrsicherheitszentrum in Hannover/Laatzen (Region Hannover) statt. Begleitet wurde die Eröffnung neben den ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern durch die Niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens sowie Stefan Radmacher, Mitglied im Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe Niedersachsen/Bremen und dem Sprecher des geschäftsführenden Vorstands des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, Michael Weber. 

Innenministerin Daniela Behrens unterstrich die Rolle der Stauhelfenden und ihre Erfahrungen: „Seit mehr als einem Vierteljahrhundert leisten die ehrenamtlichen Stauhelferinnen und Stauhelfer der Johanniter-Unfall-Hilfe einen unschätzbaren Beitrag zur Sicherheit auf unseren Straßen. Sie unterstützen genau in den Momenten, in denen Stress und Unsicherheit bei Verkehrsteilnehmenden besonders groß sind. Durch ihr besonnenes Auftreten, ihre Unterstützung und ihren Appell zu Ruhe und gegenseitiger Rücksichtnahme schaffen sie Momente, in denen Gelassenheit statt Aggressivität und Aufmerksamkeit statt Ablenkung möglich werden. Dieses langjährige Engagement stärkt die Verkehrssicherheit nachhaltig und verdient höchste Anerkennung.“

Stefan Radmacher, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. verwies auf die besondere Bedeutung des Ehrenamtes und seine Qualifikation: „Unsere Staffeln erleben steigende Einsatzzahlen und -zeiten, der Verkehr nimmt weiter an Komplexität zu. Entsprechend ist auch die Bedeutung ihrer Qualifizierung, Ausrüstung und verlässlicher Kooperationspartner gewachsen. Diese Netzwerke innerhalb der JUH, aber auch die zuverlässige Unterstützung von Polizei und ADAC sichern eine ständige Weiterentwicklung und wachsende Qualifikationen unserer ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer. Das betrifft ihre Fahrsicherheit ebenso wie die schnelle Reaktion in kritischen Situationen und natürlich gemeinsame Konzepte für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden auf Niedersachsens Autobahnen.“

Laut Radmacher sei darüber hinaus eine zeitgemäße Ausrüstung für Mensch und Maschine erforderlich, gleiches gelte für die rettungsdienstliche Ausstattung im Notfall, die JUH investiere dafür jährlich rund 100.000 Euro. Vor Ort engagierten sich die Staffeln zudem regelmäßig über ihre Einsätze hinaus, um weitere Kooperationspartner oder Sponsoren für Ausrüstung oder Instandhaltung zu gewinnen. 
Im Jahr 2025 absolvierten die Fahrerinnen und Fahrer der JUH dabei 564 Einsatztage und leisteten 7.172 ehrenamtliche Stunden. In 1.122 Fällen haben sie für Reisende in Problem- oder Notsituationen Hilfe geleistet und die Anzahl der Tätigkeiten damit ebenfalls erhöht. Im Einsatz waren dafür 20 Maschinen, die insgesamt 148.108 Kilometer zurückgelegt haben.

Mit dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt verbindet die JUH seit 2012 eine verlässliche Zusammenarbeit. Dieser fördert das Engagement der JUH-Stauhelfenden dabei nicht nur finanziell. Michael Weber, Sprecher des geschäftsführenden Vorstands, erklärt das Engagement: "Der ADAC und die Johanniter verbindet ein gemeinsames Ziel: Menschen auf unseren Straßen zu helfen und für mehr Sicherheit im Verkehr zu sorgen. Während der ADAC mit seinen Straßenwachtfahrern bei Pannen und Unfällen hilft, unterstützen die ehrenamtlichen Johanniter-Stauhelfer dort, wo Staus entstehen und viele Menschen gleichzeitig Hilfe brauchen. Diese Zusammenarbeit ergänzt sich hervorragend – deshalb unterstützt der ADAC die Stauhelfer auf verschiedenen Wegen. Der gemeinsame Saisonauftakt zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie gut haupt- und ehrenamtliche Kräfte zusammenwirken können, um Verkehrsteilnehmenden zu helfen."
Nach einer Andacht und einem Segensgebet für die Einsatzkräfte der Polizei und der JUH durch Johanniter-Landespfarrerin Inge Matern ging es für die Zweiradfahrenden in Vorbereitung auf die weitere Saison dann für eine Trainingseinheit und unter Anleitung eines ADAC-Instruktors auf die Fläche des Fahrsicherheitszentrums.

Die Motorräder der Johanniter-Staffeln sind entlang der Bundesautobahnen 1, 2 und 7, im Bereich des Autobahnkreuzes der Autobahnen 7 und 2 und bis hin zur A 27, A 28 und A 29 unterwegs, um im Notfall zu helfen und die Autobahnpolizei zu unterstützen. Die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer kümmern sich in diesem Rahmen um Reisende, die Erste Hilfe benötigen oder mit ihrem Fahrzeug liegen geblieben sind. Sie gewährleisten die schnelle Absicherung von Unfallstellen oder die Organisation des Abschleppdienstes. Auch Hinweise zu Umleitungen oder die tatkräftige Unterstützung zur schnellen Bildung von Rettungsgassen gehören dazu. Staugeplagte Familien wurden auch schon häufiger mit Erfrischungen und Kinderspielzeug versorgt.

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