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Feuer in einem Hochhaus der Laatzener Wohnscheibe

Starke Rauchentwicklung aus der Brandetage des Wohnkomplexes. Foto: André Oestreich – Stadtfeuerwehr Laatzen.

Laatzen. Zu einem Brand in einem Hochhaus der Laatzener Wohnscheibe am Marktplatz in Laatzen Mitte kam es am 

Freitagabend, 29. Mai. Die gegen 19.43 Uhr alarmierte Feuerwehr Laatzen rückte unverzüglich mit einer Vielzahl von Fahrzeugen

zum Brandereignis aus.

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Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung aus der fünften Etage des Gebäudes  fest sowie eine Familie, welche auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes auf einem Balkon auf Hilfe wartete. Der Einsatzleiter ließ daraufhin um 19.51 Uhr die Alarmstufe erhöhen und leitete sofort Erstmaßnahmen ein. Während dutzende Bewohner das Gebäude selbstständig verlassen konnten, musste die dreiköpfige Familie auf der Rückseite über eine Drehleiter vom Balkon gerettet werden. Ein Trupp unter Atemschutz speiste währenddessen die Steigleitung des Gebäudes mit Wasser ein und ging in die Brandetage vor. Dort befand sich brennender Unrat in einem Vorflur, welcher von Einsatzkräften jedoch schnell gelöscht werden konnte. Im weiteren Verlauf öffnete die Feuerwehr die Wohnungstüren der betroffenen Brandetage und rettete weitere zwei Personen mit Fluchthauben. Aufgrund der starken Rauchausbreitung wurden jedoch die Wohnungen der sechsten bis zehnten Etagen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen und mussten teilweise geöffnet sowie auf Schadstoffe kontrolliert werden. Nachdem diese kontrolliert und gelüftet wurden, konnten die Bewohner in ihren Wohnbereich zurückkehren. Lediglich die drei Wohnungen der Brandetage blieben unbewohnbar. Während eine Familie bei Freunden unterkommen konnte, koordinierte Bürgermeister Kai Eggert, welcher ebenfalls an der Einsatzstelle zugegen war, die Unterbringung einer weiteren Familie in einem Hotel. Die dritte Familie konnte nicht angetroffen werden.

Nachdem die Nachlöscharbeiten abgeschlossen und die Bewohner in ihren Wohnungen zurückgekehrt waren, kontrollierte ein hinzugezogener Elektriker die Hauselektrik. Hierbei wurde festgestellt, dass sich Wasser in sämtlichen Verteilerkästen des Hauses befand, was ein stromlos schalten des gesamten Komplexes nach sich zog. Wie lange dieser Zustand anhalten wird ist aktuell noch nicht absehbar.

Leider kam es während der Löscharbeiten zu einem kleinen Zwischenfall. Während die wartenden Bewohner im angrenzenden, extra geöffneten Leine Center im Trockenen verharren konnten, nutzen Personen die Gelegenheit um dort zu randalieren. Die ebenfalls am Einsatzort eingesetzten Polizeikräfte mussten eingreifen.

Gegen 0:15 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr so weit abgearbeitet, dass die 42 Feuerwehrleute die Einsatzstelle verlasen konnten. Im Einsatz war die Feuerwehr Laatzen mit acht Fahrzeugen und 42 Einsatzkräften, der Rettungsdienst, die Polizei sowie der Kriminaldauerdienst (KDD). Erste Ermittlungen zur Brandursache wurden noch in der Nacht aufgekommen.

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