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Hannover: Pflegefachkraft erkennt Schockanruf - Polizei nimmt Täter fest

Symbolfoto.

Hannover. Die Polizei hat am Mittwochnachmittag, 02. September, in der hannoverschen Südstadt einen 20 Jahre alten Mann nach einem sogenannten Schockanruf festgenommen. Eine aufmerksame Pflegefachkraft hatte den Betrugsversuch zum Nachteil einer 86 Jahre alten Frau erkannt und geistesgegenwärtig die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte nahmen den mutmaßlichen Abholer kurz darauf an der Hildesheimer Straße fest.

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Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes Hannover, Fachbereich für Trickdiebstahl und Trickbetrug, erhielt eine 86 Jahre alte Frau am Mittwochnachmittag einen Anruf. Am Telefon gab sich eine unbekannte Person als Polizist aus und behauptete, die Tochter der Seniorin habe eine schwangere Frau überfahren. Damit die Tochter wieder auf freien Fuß komme, sei nun eine Kaution fällig.

Die anwesende 55 Jahre alte Pflegefachfrau der 86-Jährigen erkannte den Betrugsversuch. Sie übernahm das Telefonat und gab sich gegenüber den Anrufenden als die Seniorin aus. In der Folge riefen die unbekannten Personen mehrfach an.

Dabei gaben sie sich unter anderem als Polizisten, Staatsanwälte und Psychologen aus und setzten die vermeintlich Angerufene weiter unter Druck. Schließlich forderten sie 250.000 Euro Bargeld als angebliche Kaution.

Zwischen den Telefonaten wählte die 55-Jährige den Notruf. Einsatzkräfte des Polizeikommissariats Hannover-Südstadt waren wenige Minuten später vor Ort und überwachten das Wohnhaus der 86-Jährigen verdeckt. Als ein Mann an dem Haus an der Hildesheimer Straße zwischen den Straßen Im Haspelfelde und Waldhausenstraße erschien und eine Tasche mit Geld und Wertgegenständen abholen wollte, griffen die Einsatzkräfte ein.

Der Mann ergriff die Flucht und rannte über die Hildesheimer Straße in Richtung Döhren. Die Beamten verfolgten den 20-Jährigen, holten ihn ein und nahmen ihn fest. Anschließend brachten sie ihn in das zentrale Polizeigewahrsam.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei dem 20-Jährigen um den mutmaßlichen Abholer. Die Ermittlungen richten sich insbesondere auch gegen weitere Tatbeteiligte im Hintergrund, die den Schockanruf organisiert und gesteuert haben könnten. Die Identifizierung dieser Personen sowie ihrer jeweiligen Tatbeiträge ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Der Zentrale Kriminaldienst Hannover ermittelt wegen des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Tipps und Informationen zu Schockanrufen sowie weiteren Betrugsmaschen sind unter folgendem Link abrufbar: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/schockanrufe/

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