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Polizei setzt gemeinsam mit dem Kommunalen Präventionsrat ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Quelle: LHH/Christian Burkert.

Region. Anlässlich des anstehenden internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, dem sogenannten "Orange Day", haben die PD Hannover und die LHH im Zusammenarbeit mit dem KPR die Aktion "Rote Bänke für Hannover" durchgeführt. Unter dem Jahresmotto "Hannover ist stärker als Gewalt" wurden symbolisch vier rote Bänke in der Innenstadt aufgestellt. Darüber hinaus bietet die Polizei (Info-)Veranstaltungen an.

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Bereits seit 40 Jahren organisieren Menschenrechtsorganisationen am 25. November weltweit Aktionen und Kampagnen, um damit auf Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen, die Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt sind. Um ein deutlich sichtbares Zeichen zu setzen, wurde im Kontext zum bevorstehenden "Orange Day" die Aktion "Rote Bänke für Hannover" in Hannover durchgeführt.

Die erste rote Bank, "La Panchina Rossa", machte 2016 in Perugia, Italien, den Anfang. Auf der roten Bank saß eine nackte Frauenskulptur, um die Brüste ein goldenes Band gewickelt, die Beine überschlagen. Das Band symbolisiert noch die Bindung zum Partner, von dem man sich teilweise schwer lösen kann. Die "Rote Bank" soll auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und die Plätze symbolisieren, die frei bleiben, wenn Frauen häuslicher Gewalt zum Opfer fallen.

Es folgten weitere Städte in Italien, die ebenfalls rote Bänke aufstellten.

Letztes Jahr stellte bereits die Region Hannover im Bereich Neustadt am Rübenberge rote Bänke auf. Jetzt folgten vier rote Bänke in der Innenstadt von Hannover. Auf den Sitzbänken Bahnhofstraße, Georgstraße, vor der Markthalle und vor dem Neuen Rathaus sind Plaketten mit relevanten Rufnummern für Frauen angebracht. Die vier roten Bänke wurden gemeinsam mit dem Ersten Stadtrat, Dr. Axel von der Ohe, Bürgermeister und Vorsitzender des KPR Thomas Hermann, der Gleichstellungsbeauftragten Friederike Kämpfe, Geschäftsführerin von HAIP (Hannoversches Interventionsprojekt gegen Männergewalt in der Familie), Christine Kannenberg, dem Polizeivizepräsident Detlef Hoffmann und den beiden Geschäftsführerinnen des Kommunalen Präventionsrates Sinem Eryurt-Celik und Thea Giebl eingeweiht.

"Der Kommunale Präventionsrat setzt mit dieser Aktion ein nachhaltiges Zeichen für Zivilcourage und gegen Häusliche Gewalt - lassen Sie uns nicht wegschauen, wenn jemand unsere Hilfe benötigt. Als Vorsitzender des Kommunalen Präventionsrates bin ich stolz auf dieses starke Zeichen", so Bürgermeister Thomas Hermann. "Das Projekt ist eine wichtige Aktion und rückt ein bedeutendes Thema in den Fokus. Es ist wichtig, dass wir Hilfsangebote zur Verfügung stellen und den betroffenen Frauen entsprechende Hilfe zukommen lassen können und auch die Polizeidirektion Hannover ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzt", ergänzt Polizeivizepräsident Detlef Hoffmann.

Die Fallzahlen zum Deliktsbereich "Häusliche Gewalt" sind seit 2016 auf einem stetig hohen Niveau. Das Phänomen betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten und existiert in allen Altersgruppen, Nationalitäten, Religionen und Kulturen. Ein Drittel aller Frauen machen einmal im Leben eine Gewalterfahrung, häufig im sozialen Umfeld. Die Rohheitsdelikte reichen über Straftaten wie gegen die persönliche Freiheit, sexuelle Selbstbestimmung, Körperverletzungsdelikten bis hin zu Tötungsdelikten, sogenannten Femiziden. Häufig ist der Beginn von häuslicher Gewalt durch psychische Gewalt geprägt. Dies ist meist ein schleichender Prozess. Sie beginnt in ganz alltäglichen Situationen. Oftmals befinden sich die Frauen bereits in einer Gewaltspirale. Die Abstände zwischen den Gewalttaten werden mit der Zeit immer kürzer und deren Intensität nimmt zu. Den betroffenen Personen fällt es schwer sich daraus zu lösen und entsprechende Hilfe in Anspruch zu nehmen, da es sich ja zumeist um ein Familienmitglied als Täter handelt, den man ja eigentlich liebt und er sich in den meisten Fällen nach den Gewaltausbrüchen entschuldigt. Hat die Polizei Kenntnis von einem Fall von häuslicher Gewalt, so können verschiedene Maßnahmen durchgesetzt werden, unter anderem eine Wegweisung für den Täter von bis zu 14 Tagen. Durch das Gewaltschutzgesetz werden die Schutzmöglichkeiten von betroffenen Frauen deutlich verstärkt, hiernach ist es auch möglich ein

Annäherungs- und Kontaktverbot zu erwirken.

Die PD Hannover bietet im Rahmen des "Internationen Tages gegen Gewalt an Frauen" folgende (Info-)Veranstaltungen an:

In Burgdorf wird der Arbeitskreis am 25. November "Häusliche Gewalt" gemeinsam mit dem Präventionsteam der Polizei Burgdorf über das Thema "Häusliche Gewalt"

informieren. In der Zeit von 10 bis 11.30 Uhr befindet sich der Info-Stand am Rewe-Markt in der Marktstraße in Burgdorf. Anschließend sind die Kollegen in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr am Edeka-Markt in der Weserstraße in Burgdorf anzutreffen.

Am 25. November um 9.45 Uhr wird auf dem Rathausmarkt in Isernhagen, OT Altwarmbüchen gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Gleichstellungsbeauftragten und der Polizei ein Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Die Fahne eines Hilfetelefons wird gehisst.

Ebenfalls am 25. November wird in Mellendorf um 11.55 Uhr vor dem Rathaus der Wedemark ein Zeichen "Fünf vor zwölf" gesetzt, indem ebenfalls eine Fahne gehisst wird. Die Polizei wird auch hier vor Ort sein und die Aktion begleiten.

Weitere Informationen zum Thema finden sich unter folgendem Link: https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/haeusliche-gewalt/

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