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Schulzentrum evakuiert - war Pfefferspray der Grund?

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Kirchdorf. Das Schulzentrum Am Spalterhals in Barsinghausen ist kurz nach 12 Uhr heute Mittag evakuiert worden. Zahlreiche Einsatzteams von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst haben Position bezogen. Offenbar sind auch Notfallseelsorger vor Ort im Einsatz.

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Noch ist unklar, warum es zu der Evakuierung gekommen ist. Klar ist hingegen, dass es sich um keinen "Dumme-Jungen-Streich" handelt. Nach ersten Erkenntnissen hat die Schulleitung den Alarm ausgelöst. GerĂŒchten zufolge soll es zu einem Pfefferspray-Einsatz im SchulgelĂ€nde gekommen sein. SchĂŒler werden in Rettungsfahrzeugen von SanitĂ€tern behandelt, andere SchĂŒler nach Hause geschickt.

Schulleiterin Silvia Bethe wollte im GesprÀch mit unserer Redaktion offiziell keine Stellung nehmen.

Update von 13:07

Wie Feuerwehr-Sprecher Henk Bison mitteilte, wurden die EinsatzkrĂ€fte um 11.53 Uhr alarmiert zur UnterstĂŒtzung des Rettungsdienstes und zur RĂ€umung der Schule. Im Einsatz waren die Wehren Barsinghausen, Kirchdorf und Egestorf - auch unter Atemschutz im GebĂ€ude, um nach SchĂŒlern zu suchen. In der Sporthalle wurden die Verletzten gesammelt, ĂŒber 20 SchĂŒler befinden sich dort. Die Zufahrten zum Schulzentrum sind alle gesperrt, Eltern sollen nicht mit dem Auto kommen. Unverletzte SchĂŒler dĂŒrfen nach Hause. Auch die Feuerwehr Hohenbostel und die Feuerwehr Hannover sind vor Ort, dazu diverse Rettungswagen und die Seelsorge. Die GrĂŒnde fĂŒr den Einsatz bleibt auch die Feuerwehr schuldig.

Update von 13:27

Auch die Polizei in Barsinghausen möchte nichts zur Sache sagen, verweist aber an die Pressestelle der Polizei in Hannover. Pressesprecher Marcus Schmieder erklĂ€rte, es handele sich um ausgetretene die Atemwege reizende Substanzen, vielleicht Reizgas. Das könne man jetzt und vermutlich auch im Nachgang nicht genau ermitteln. Es besteht keine ernsthafte Gesundheitsgefahr. Auch andere Chemikalien könnten die Symptome auslösen. Die Substanz sei durch die KlassenrĂ€ume gezogen, möglicherweise sei auch die BelĂŒftung betroffen gewesen. Derzeit ist die Rede von zehn verletzten bzw. in Behandlung befindlichen SchĂŒlern. Es sind nur die Atemwege betroffen, nicht sie Augen, was laut Schmieder eher dafĂŒr sprechen könnte, dass sich Reizgas stark verbreitet habe. 

Chefredakteur Matthias Schlummer hat vor Ort mit der Polizei gesprochen. Die Ermittlungen nach den Verursachern oder dem Grund laufen, es gĂ€be bereits erste Hinweise. Vermutlich wird es fĂŒr auslösende Personen kein ganz preiswertes Unterfangen. Neben den Kosten fĂŒr den Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst kommen Behandlungskosten und möglicherweise Schadensersatz der Verletzten ins Spiel. Auch strafrechtliche Aspekte dĂŒrften eine Rolle spielen. Die Feuerwehr Barsinghausen alleine war mit elf Fahrzeugen und 60 Kameraden im Einsatz.

BĂŒrgermeister Henning SchĂŒnhof war ebenfalls vor Ort und zeigte sich erschĂŒttert: "Das war kein "Dummer-Jungen-Streich, sofern es Vorsatz war. Ich bin froh, dass die Evakuierung und das Zusammenspiel der EinsatzkrĂ€fte hervorragend funktioniert haben."

Update von 15.37 Uhr

Am heutigen 13. MĂ€rz findet am HAG, um 19 Uhr in der Aula, ein Informationsabend fĂŒr die Eltern statt, deren Kinder im nĂ€chsten Schuljahr auf die weiterfĂŒhrende Schule wechseln. Die Schulleitung informiert ĂŒber die Schulform Gymnasium und speziell ĂŒber das Angebot am Hannah-Arendt-Gymnasium. Der Abend kann trotz des Feuerwehreinsatzes stattfinden.

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