Hannover. Ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel: Nach intensiven Ermittlungen mit teils bundesweiter Unterstützung hat die Polizei Hannover einen der größten Drogenfunde der letzten Zeit in ihrem Zuständigkeitsbereich sichergestellt.
Die Zentrale Ermittlungsgruppe Betäubungsmittel der Polizeiinspektion Hannover zog mehr als 200 Kilogramm Marihuana, knapp ein Kilogramm Kokain sowie mutmaßliches Dealgeld aus dem Verkehr. Fünf Tatverdächtige wurden Haftrichtern vorgeführt und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren Hinweise aus der Polizeiinspektion Garbsen. Diese führten zu dem Verdacht, dass ein 31-jähriger Mann aus Hannover im großen Stil mit Marihuana handeln soll. In der Folge leitete die Polizei umfassende Maßnahmen ein - der Verdacht erhärtete sich schnell.
Im Zuge der Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass ein aus Spanien kommender LKW regelmäßig den Hauptverdächtigen sowie zwei weitere Komplizen mit großen Mengen Marihuana belieferten. Nach der Übergabe transportierten die Tatverdächtigen die Drogen in Wohnungen in Hannover-Herrenhausen und Langenhagen, von wo aus sie weiterverkauft wurden.
In den frühen Morgenstunden des 30. Januar schlugen die Ermittler schließlich zu: Die 61 und 51 Jahre alten LKW-Fahrer reisten erneut nach Hannover, um eine weitere Lieferung zu übergeben. In der Nähe der Autobahn nahe Hannover übernahm ein 31-jähriger Tatverdächtiger mehrere Kartons mit Betäubungsmitteln. Polizeikräfte nahmen ihn noch auf frischer Tat vorläufig fest.
Zeitgleich durchsuchten weitere Einsatzkräfte die Wohnungen eines weiteren 31-jährigen sowie eines 33-jährigen Tatverdächtigen in Hannover-Herrenhausen und Langenhagen. In dem Fahrzeug des Festgenommenen sowie in den durchsuchten Wohnungen stellten die Beamten große Mengen Drogen, Bargeld und Waffen sicher.
Mit Unterstützung von Polizeikräften aus Süddeutschland wurden zudem die beiden LKW-Fahrer auf ihrem Rückweg nach Spanien im Raum Heilbronn festgenommen.
Alle Tatverdächtigen müssen sich nun wegen des Handels mit Betäubungsmitteln verantworten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover ordnete das Amtsgericht Hannover Untersuchungshaft an.

