Hannover/Barsinghausen. In der Nacht auf Montag, 23. März, kam es in Barsinghausen zu einem Tötungsdelikt. Eine 38-jährige Frau erlitt so schwere Verletzungen, dass sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen ohne Erfolg blieben. Auch ein 13-jähriges Kind wurde bei der Tat lebensgefährlich verletzt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Hannover Anklage erhoben.
Ein Rückblick:
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden am 23 März gegen 2.10 Uhr Polizeikräfte in ein Einfamilienhaus an der Rehrbrinkstraße in Barsinghausen entsandt, nachdem der 15-jährige Sohn der Getöteten den polizeilichen Notruf gewählt hatte. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte fanden diese einen 49-jährigen Tatverdächtigen vor dem Wohnhaus vor und nahmen diesen widerstandslos fest. Vor einem Haftrichter erklärte er später, sich nicht an die Tat erinnern zu können.
Im Wohnhaus fanden Polizeikräfte die schwer verletzte 38-Jährige und ihre 13-jährige Tochter mit ebenso schweren Verletzungen vor. Sofort eingeleitete medizinische Maßnahmen bei der 38-Jährigen blieben ohne Erfolg. Unter Begleitung eines Notarztes wurde die lebensgefährlich verletzte 13-Jährige in ein Krankenhaus gebracht.
Darüber hinaus befanden sich drei weitere Kinder der Familie im Alter von 10, 6 und 2 Jahren in der Wohnung. Sie blieben unverletzt. Das Jugendamt übernahm die Betreuung der Kinder.
Bereits im Vorjahr hatte es einen Polizeieinsatz wegen häuslicher Gewalt gegeben. Die Frau hatte zeitweise Schutz in einem Frauenhaus gesucht, kehrte jedoch später in die gemeinsame Wohnung zurück. Laut Behörden hatte sich die Situation zuletzt scheinbar beruhigt.
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Auf Nachfrage der Redaktion erklärte die Staatsanwaltschaft nun, dass Anklage gegen den Beschuldigten wegen Mordes an seiner Ehefrau und versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung an seiner Tochter erhoben wurde.
Wann es zu einem Prozess kommt, ist derzeit nicht bekannt.

