Hannover/Gehrden/Weetzen. Die Verlängerung der sprintH-Linie 500 vom Gehrdener Stadtgebiet bis zum Bahnhof Weetzen entwickelt sich zu einem Erfolgsmodell. Was im November 2024 als auf drei Jahre angelegter Verkehrsversuch beschlossen wurde, soll nun in den Regelbetrieb überführt werden. Grundlage sind deutlich gestiegene Fahrgastzahlen und positive Rückmeldungen aus Politik und Bevölkerung.
Deutlich steigende Fahrgastzahlen
Nach rund einem Jahr zeigt sich: Die Verbindung zwischen Gehrden und dem S-Bahn-Knotenpunkt Weetzen wird stark genutzt. Im zweiten Quartal 2025 nutzten durchschnittlich rund 680 Menschen täglich die Linie 500 sowie die ergänzenden Linien 520 und 522 ab dem Bahnhof Weetzen in Richtung Gehrden. Im dritten Quartal stieg diese Zahl auf 770 Fahrgäste pro Tag – Tendenz weiter steigend.
Im Vergleich zur früheren Situation, als ausschließlich die Linien 520 und 522 verkehrten, haben sich die Fahrgastzahlen durch die Verlängerung der sprintH-Linie 500 verdreifacht. Insgesamt verzeichnet die Linie 500 auf ihrer ganzen Linie mittlerweile rund 11.400 Fahrgäste pro Werktag.
Für die Antragsteller der Gruppe CDU/FDP in der Regionsversammlung ist klar: Die positive Entwicklung belege, dass sich die Verlängerung im Alltag bewährt habe und einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität des Nahverkehrs im Calenberger Land leiste.
Antrag auf vorzeitigen Regelbetrieb
Die Gruppe CDU/FDP hatte beantragt, den Verkehrsversuch vorzeitig zu beenden und die Linie dauerhaft im Regelbetrieb zu führen. Angesichts der klar positiven Entwicklung sei eine weitere Erprobungsphase nicht erforderlich. Ein unbefristeter Betrieb schaffe Verlässlichkeit und Planungssicherheit – insbesondere für Pendler.
SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterstützen grundsätzlich die Verstetigung des Angebots, brachten nun jedoch einen Änderungsantrag ein. Demnach soll der Verkehrsversuch zum nächsten Fahrplanwechsel in einen unbefristeten Regelbetrieb überführt werden.
Weetzen wird wichtiger Verkehrsknotenpunkt
Durch die Verlängerung der sprintH-Linie 500 haben die Gehrdener Bürger seit einem Jahr eine direkte Anbindung an die S-Bahn Richtung Hannover. Zudem wurden neue Verbindungen in Richtung Springe und Barsinghausen erschlossen. Der Bahnhof Weetzen entwickelt sich damit zunehmend zu einem zentralen Knotenpunkt im Süden der Region Hannover.
Die Haltestelle „Weetzen/Bahnhof/Westseite“ wird inzwischen deutlich stärker frequentiert als zuvor. Werktags stiegen dort zuletzt durchschnittlich 770 Fahrgäste in die Linien 500, 520 und 522 ein – ein Anstieg von zwölf Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auch die Zahl der Aussteiger nahm um rund zehn Prozent zu.
Verbesserungsbedarf am Bahnhof Weetzen
Mit dem wachsenden Fahrgastaufkommen rückt auch die Infrastruktur in den Fokus. SPD und Grüne fordern, den Bushaltepunkt Weetzen/Bahnhof/Westseite aufzuwerten. Geprüft werden sollen unter anderem zusätzliche überdachte Aufenthaltsmöglichkeiten sowie eine Echtzeit-Fahrgastinformation.
Darüber hinaus soll die Situation der Linie 520 verbessert werden. Durch die veränderte Halteposition am Bahnhof müssen die Busse derzeit einen Umweg über die B 217 fahren, was bereits zu Fahrtbeginn zu Verspätungen führen kann. Auch die Aufenthalts- und Sanitärmöglichkeiten für das Fahrpersonal am Standort Weetzen sollen überprüft und zeitnah verbessert werden.
In der Regionsversammlung am 24. Februar soll eine Entscheidung getroffen werden.

