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Gehrdener Verwaltung hat einen der ersten Mobilitätsmanager in Niedersachsen

Abteilungsleiter Christoph Wilk (links) gratuliert Philip Berger (Bildmitte) und Bürgermeister Malte Losert zur Teilnahme am Kurs. Foto: Schulze/LNVG.

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Gehrden. Bessere Mobilität für alle und Alternativen zum Auto anbieten – an diesem großen Thema arbeitet auch die Stadt Gehrden. Philip Berger, Leiter des Fachdienstes Bürgerservice und Verkehr, gehört jetzt zu den Spezialisten in diesem Bereich in Niedersachsen. Berger hat den Lehrgang „Kommunales Mobilitätsmanagement“ erfolgreich abgeschlossen.

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Christoph Wilk, Abteilungsleiter Verkehr im Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung überreichte Berger die Teilnahme-Urkunde am 19. September in Hannover. Wilk sagte, auch Philip Berger sei nun „Botschafter, um die Mobilität von morgen aktiv mitzugestalten“. Häufig gehe es um eine Kombination von Verkehrsangeboten, so der Referatsleiter: Mit modernen Abstellanlagen kann eine Verknüpfung von Fahrrad, Bus und Bahn angeboten werden. Leihfahrräder, Car-Sharing und auch flexible Bedienformen wie Rufbusse und -taxis seien ebenso eine gute Möglichkeit. Und mit Blick auf Berger: „Hier den richtigen Mix zu finden von dem alle profitieren, ist Ihre Aufgabe.“

Bürgermeister Malte Losert war mit Berger zur Urkundenübergabe nach Hannover gefahren. „Mobilität ist ein wichtiges Thema“, sagt Losert, „deshalb ist mir besonders wichtig, dass Herr Berger den Lehrgang absolviert hat.“

Der Lehrgang ist ein Angebot der Beratungseinheit MOBILOTSIN, die zur Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) gehört. Der Kurs richtet sich vor allem an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Kommunen und Landkreisen in Niedersachsen und wird regelmäßig angeboten. LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt betonte, Verkehrswende und Klimaschutz seien mehr als Schlagworte und bei jeder Kommune auf der Tagesordnung. Mobilitätsmanagement habe das Ziel, Verkehrsfragen über alle Fachbereiche einer Kommune gemeinsam zu denken: LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt wies auf die Bedeutung der neu ausgebildeten Mobilitätsmanagerinnen und Manager hin. Ihre Aufgabe werde sein, dafür zu sorgen, dass Verkehr für alle Bereiche einer Kommune zusammengedacht wird, um Verbesserungen zu erreichen. Berndt: „Ein Flächenland wie Niedersachsen braucht neben dem Nahverkehr in klassischer Form eine Kombination verschiedener Verkehrsangebote. Es darf keine Denkverbote geben. Auch ein Umbau von Ortskernen, ein modernes Parkraummanagement oder der Bau von Fahrradparkhäusern kann sinnvoll sein, um zu einem guten Miteinander aller Verkehrsformen, insbesondere auch der Fußgänger zu kommen. Das alles stärkt nicht zuletzt die Attraktivität der Ortskerne.“

Eine breite Initiative steht hinter der MOBILOTSIN: der Niedersächsische Landkreistag, der Niedersächsische Städtetag, der Niedersächsischer Städte- und Gemeindebund, die Arbeitsgemeinschaft der Niedersächsischen ÖPNV-Aufgabenträger, die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH und das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung.

Stichwort: Kommunales Mobilitätsmanagement

Kommunales Mobilitätsmanagement beschreibt die direkten Möglichkeiten von Gemeinden, Städten und Landkreisen, die Nutzung von Verkehrsarten zu beeinflussen. Ziel ist, Alternativangebote zum Auto zu stärken. In Niedersachsen ist dabei besonders der ländliche Raum im Blick. Es ist ein Standortnachteil, wenn Bürger dort wegen fehlender Alternativen einen eigenen PKW nutzen müssen. Praktische Maßnahmen des Mobilitätsmanagements sind zum Beispiel Fahrrad-Abstellanlagen zur Verknüpfung von Rad, Bus und Bahn oder Angebote wie Leihfahrräder und Car-Sharing.

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