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Kommunalwahl 2026 in Gehrden: So wollen die Parteien Gehrden gestallten (1/8)

Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften.

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Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt. Jeden Werktag wird eine Frage von den Parteien beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.

Wie können Ausgaben angepasst werden, um die finanzielle Lage der Kommune zu verbessern und wie können Einnahmen gesteigert werden?

SPD: "Wir stehen für solide Finanzen ohne Kaputtsparen. Einnahmen wollen wir durch die zügige Erschließung des Gewerbegebiets Gehrden Nord, die Ansiedlung kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie eine aktive Wirtschaftsförderung steigern. Gleichzeitig setzen wir auf eine solide Haushaltsführung, klare Prioritäten bei Investitionen und einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Mitteln."

CDU: "Ausgaben senken durch Bündelung der Verwaltung im Rathaus, weniger externe Mieten und klare Priorisierung von Investitionen mit messbarem Nutzen. Einnahmen steigern durch wirtschaftsfreundliche Abläufe, mehr Gewerbeansiedlungen, Stärkung der Innenstadt und bessere Standortattraktivität für Unternehmen."

Grüne: "Die finanzielle Lage verbessern wir durch drei Ansätze: Erstens wollen wir Fördermittel von EU, Bund und Land konsequent nutzen. Zweitens setzen wir auf effizientere Strukturen durch Digitalisierung, interkommunale Zusammenarbeit und energetische Sanierungen und durch die Stärkung eigener kommunaler Unternehmen. Drittens stärken wir die Einnahmeseite durch aktive Wirtschaftsförderung, die Unterstützung von Handwerk und Mittelstand sowie die Ansiedlung neuer Unternehmen und Arbeitsplätze." 

FDP: "Um die finanzielle Lage der Kommune Gehrden zu verbessern gilt es, alle Ausgaben auf das notwendige Maß zu reduzieren d.h. „keine Goldstandards!“. Prozesse zu digitalisieren und Investitionen nach Priorität umzusetzen. Gleichzeitig können Einnahmen durch gezielte Ansiedlung von Unternehmen, die Nutzung von Fördermitteln, eine aktive Vermarkting kommunaler Flächen sowie eine wirtschaftliche Entwicklung des Stadtzentrums nachhaltig gesteigert werden.“

Die Linke: "Auf der Ausgabenseite habe die Kommunen so viele Pflichtaufgaben, dass eine Anpassung der Ausgaben für die freiwilligen Aufgaben keine nennenswerte Verbesserung der finanziellen Lage bewirken könnte. In einigen Jahren bis Jahrzenten muss die große Reform der Kommunalfinanzen durch Bund und Länder kommen. Die Linke würde dafür die Vermögenssteuer wieder einführen."

UWG: "Planung, Transparenz und Priorisierung sind entscheidend. Notwendige Ausgaben müssen über eine priorisierte, mehrjährige Investitionsstrategie (z. B. Straßen, Kitas, Entwässerung) und klare Controllingberichte gesteuert werden. Die Einnahmenseite wollen wir durch aktive Gewerbeflächenpolitik, eine aktive Vermarktung und eine weiterentwickelte Fördermittelstrategie steigern. Eine aktive Beteiligung der Stadt an Projekten der Energie- und Wärmewende ermöglicht zusätzliche Einnahmen."

AfD: "Gehrdens Finanzen erfordern wirtschaftliche Vernunft: Jede Ausgabe gehört auf den Prüfstand und muss konsequent nach Nutzen priorisiert werden. Eine effizientere Verwaltung stoppt den Anstieg der Personalkosten und schafft notwendige finanzielle Spielräume. Zentral sind die strikte Ablehnung vermeidbarer Neuverschuldung sowie der Verzicht auf ideologische Prestigeprojekte. Transparenz und eine solide Haushaltspolitik sichern die Zukunft der Stadt."

Am Montag folgt die nächste Frage zum Thema Wohnraum. 

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