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Neue AfD-Fraktion in Gehrden nimmt die Ausschussstruktur ins Visier

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Gehrden. Die AfD ist erstmals im Rat der Stadt Gehrden vertreten. Die vierköpfige Fraktion hat Mike Packroß zum Vorsitzenden gewählt und plant einen Antrag zur Zusammenlegung der sechs Fachausschüsse auf künftig drei.

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Nach der Kommunalwahl hat sich die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Gehrden für die Wahlperiode 2026 bis 2031 konstituiert. Bei der Wahl erreichte die Partei 14,38 Prozent der Stimmen und wurde viertstärkste Kraft. Von den insgesamt 28 Sitzen im Stadtrat entfallen vier auf die AfD.

Der Fraktion gehören Mike Oliver Packroß, Ramin Bahremand, Dominic Plentz und Andrea Marlin an. Daniel Alexander Saba nahm sein Mandat nicht an, sodass Andrea Marlin nachrückte.

Packroß führt die neue Fraktion

In der konstituierenden Sitzung wurde Mike Packroß einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Ebenfalls einstimmig bestimmten die Mitglieder Ramin Bahremand zu seinem Stellvertreter.

Neben den vier Sitzen im Stadtrat ist die AfD nach Angaben der Fraktion auch mit jeweils einem Mandat in den Ortsräten Lenthe und Everloh vertreten. In weiteren Ortsräten hatte die Partei nicht kandidiert.

Antrag auf weniger Fachausschüsse geplant

Ein Schwerpunkt der Sitzung war nach Angaben der AfD die angespannte Finanzsituation der Stadt. Die Fraktion ist der Auffassung, dass auch die politischen Strukturen zu einem sparsameren und effizienteren Umgang mit städtischen Mitteln beitragen sollen.

Deshalb beschloss sie einstimmig, einen Antrag zur Verringerung der Fachausschüsse von derzeit sechs auf künftig drei einzureichen. Der Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Digitalisierung soll dabei eigenständig bleiben.

Die Bereiche Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport sollen mit den Themen Bildung, Erziehung und Betreuung zusammengeführt werden. Ein weiterer gemeinsamer Ausschuss soll die Bereiche Bau- und Städteplanung, Mobilität, Sicherheit und Brandschutz sowie Klima, Umwelt und Energie bündeln.

Mit der geplanten Neuordnung will die Fraktion nach eigenen Angaben den Verwaltungsaufwand reduzieren, Beratungsabläufe bündeln und die politische Arbeit im Rat effizienter gestalten. Packroß erklärte zudem, die AfD sei bereit, im Falle einer Umsetzung auf einen Ausschussvorsitz zu verzichten.

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