Region/Deister. Ist dies die einzig logische Lösung für die Konflikte im Deister? Wanderer, Mountainbiker, Forstwirte, Naturliebhaber oder Erholungssuchende – sie können nicht miteinander. Lange wurde versucht, eine friedliche Lösung zu finden. Sogar ein Deister-Kodex für ein friedliches Miteinander wurde auf den Weg gebracht – nun lenken die Verantwortlichen ein und gehen einen ganz anderen Weg.
„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“, hieß es aus der Regionsverwaltung noch vor Kurzem. Doch pünktlich zum anrückenden Frühling und damit noch vor den ersten Besucherströmen soll die Mauer stehen. Man habe alle friedlichen Möglichkeiten geprüft, getestet und teure Gutachten sowie Konzepte für touristische Möglichkeiten erstellen lassen. „Jetzt lassen wir es sein“, so einer der Planer. „Am Ende gab es immer Streit zwischen den verschiedenen Interessengruppen. Eine Einigung ist für uns daher nicht mehr in Sicht.“
Die Idee: keine Regeln mehr. Es zählt zukünftig das Recht des Stärkeren! „Die Mauer ist da eine sinnvolle Lösung. Betreten des Deisters erfolgt auf eigene Gefahr. Hinter der Mauer gibt es keine Regeln mehr, die wir mit viel Personal kontrollieren müssten.“ Man wolle einfach abwarten, wer den Deister für sich erobere.
Erst der Anfang?
Erste Fans hat die Lösung für den Deister bereits. „Die Innenstädte leiden unter einer Flut an E-Scootern“, so ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt der Region. „Sollte sich die Situation im Deister zufriedenstellend entwickeln, könnten auch die Innenstädte eingezäunt und zur regelfreien Zone werden.“

