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Barsinghausens Weihnachtsmann Dieter Kiepert - Schon zum Jahresanfang beginnt das Weihnachtswunder

Dieter Kiepert und Tochter Sandra Höger sammeln schon jetzt kleine Geschenke für die Weihnachtszeit.

Barsinghausen. Was macht der Weihnachtsmann, wenn gerade kein Weihnachten ist? Wer könnte das besser beantworten als der Weihnachtsmann selbst? Dieter Kiepert (77) spielt seit über 30 Jahren den Weihnachtsmann in Barsinghausen. Schon jetzt bereitet er sich auf das Weihnachtsfest vor, denn es braucht viele Geschenke, um an Weihnachten alle Kinder glücklich zu machen. Denkt er auch mal an die Weihnachtsmann-Rente?

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Die Anfänge mit dem richtigen Bart

„Ich hatte halt den Bart dafür“, erinnert sich Kiepert schmunzelnd an seine Anfänge. Vor über 40 Jahren arbeitete er in einem Kaufhaus in Huttenheim bei Karlsruhe in Baden-Württemberg. „Da brauchten die einen Weihnachtsmann und ich hatte schon damals einen passenden Bart. Da ging das los.“

Die Dankbarkeit der Kinder berührte Dieter Kiepert – und so blieb er dem Weihnachtsmann treu, auch als er später nach Barsinghausen kam. „Kinder haben uns Karten geschrieben, weil sie sich so gefreut haben. Auch Besuche in Krankenhäusern bei sehr kranken Menschen haben wir gemacht, das war sehr berührend.“

Hauptsächlich ist Kiepert in Barsinghausen und Wunstorf unterwegs, aber auch in Hannover war er schon im Einsatz. Er tritt auf Weihnachtsmärkten auf und macht Hausbesuche.

Mit Rollator und Weihnachtselfe unterwegs

„Aus gesundheitlichen Gründen kann ich nur noch ausgewählte Hausbesuche machen, da mir das Laufen schwerfällt. Für Weihnachtsmärkte habe ich meinen Rollator als Schlitten umgebaut und kann mich auch mal setzen.“

Seit etwa fünf Jahren begleitet ihn eine Weihnachtselfe: Seine Stieftochter Sandra Höger (47). „Ich habe ihn ja immer gefahren und im Auto gewartet. Das war mir irgendwann zu langweilig“, erzählt sie. Also schneiderte sie sich selbst ein Elfenkostüm und unterstützt ihn seitdem tatkräftig.

Geschenke sammeln das ganze Jahr

Doch was wäre ein Weihnachtsmann ohne Geschenke? Schon zu Jahresbeginn beginnt das Sammeln. „Wir besuchen Flohmärkte. Dort generieren wir Geld, um Geschenke zu kaufen und man findet auch immer etwas Schönes für die Kinder“, so Kiepert.

Unterstützung erhalten die beiden unter anderem vom Verein Kinderschmunzeln aus Groß Munzel sowie vom DRK, die regelmäßig Stofftiere spenden. Auch die Familie sammelt das ganze Jahr über kleine Überraschungen für die Weihnachtszeit.

Freude auch außerhalb der Weihnachtszeit

Auch in den Schulferien ist der Weihnachtsmann unterwegs. „Über Facebook geben wir Termine bekannt, an denen wir in der Fußgängerzone Geschenke an Kinder verteilen, die nicht in den Urlaub gefahren sind. Die freuen sich auch immer riesig.“

Denkt der Weihnachtsmann an den Ruhestand?

Sandra Höger erinnert sich lächelnd an ihre Kindheit: „Wer kann schon behaupten, dass der Papa der Weihnachtsmann ist?“ Auch die Nachbarskinder wussten schnell Bescheid. „Da sage ich ohne Kostüm immer: Pssst, ich habe doch Urlaub.“

Doch geht der Weihnachtsmann irgendwann in Rente? „Ich habe schon einige Male gesagt, das war das letzte Mal, aber dann fragt wieder jemand und ich gehe wieder los“, lacht Kiepert, „Einmal Weihnachtsmann. Immer Weihnachtsmann.“

An Ruhestand denkt er vorerst nicht. Sollte es gesundheitlich nicht mehr möglich sein, möchte Sandra Höger weiterhin als Weihnachtselfe unterwegs sein. „Bei TopIn war ich schon allein im Einsatz und habe Geschenke verteilt.“

Für 2026 hat die Arbeit längst begonnen. Für den Weihnachtsmarkt in Wunstorf ist der Weihnachtsmann bereits gebucht – und bis dahin müssen noch viele Geschenke gesammelt werden.

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