Wennigsen. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Wennigsen bleibt bunt!“ sind am Samstag mehr als 300 Menschen in Wennigsen auf die Straße gegangen. Die Demonstration wurde von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist*innen (VVN-BdA) gemeinsam mit der Initiative „Wennigsen ist bunt“ organisiert. Mit mehr als 300 Teilnehmer war die Demonstration deutlich größer als von den Veranstaltern erwartet.
„Dass wir in so kurzer Zeit über 300 Menschen in Wennigsen auf die Straße bringen, ist ein starkes Zeichen für eine solidarische Gesellschaft“, sagt Hartmut Rahmer von der VVN-BdA. In verschiedenen Redebeiträgen wurde auf die Gefahren hingewiesen, die von rechtsextremen und menschenfeindlichen Positionen für unterschiedliche Bereiche der Gesellschaft ausgehen. Zu Wort kamen Vertreter der VVN-BdA, von „Wennigsen ist bunt“, „Wennigsen for Future“, „Bad Nenndorf ist bunt“, des Jugendparlaments Wennigsen, der Kirche, vertreten durch Anette Behnken und Diakon Martin Wulf-Wagner, sowie Sabine Debus vom Verein „Miteinander“ aus Wennigsen.
Dabei wurde unter anderem die Bedeutung von Demokratie, Menschenrechten, gesellschaftlichem Zusammenhalt sowie einer offenen und vielfältigen Gesellschaft betont. „Vielfalt hat viele Dimensionen. Daher ist es wichtig, Kinderrechte und Kinderschutz als Vielfaltsthema zu verstehen und nicht rechten Ideologien als Angstthema zu überlassen“, so Dipl.-Pädagoge Sebastian Dymala. Arne van Lengen forderte für das Jugendparlament Wennigsen: „Wir wollen nicht in einer Gesellschaft aufwachsen, in der Angst lauter ist als Mut. Nicht in einer Gesellschaft, in der Hass mehr Aufmerksamkeit bekommt als Haltung.“
Die Demonstration startete an der Bushaltestelle „Gemeinde Wennigsen“. Von dort führte der Demonstrationszug über die Hülsebrinkstraße, wo eine Zwischenkundgebung stattfand, weiter zum Bahnhof Wennigsen. Dort endete die Demonstration musikalisch, wie sie die ganze Zeit über begleitet worden war. Die Stimmung war zuversichtlich und solidarisch, so die Organisatoren.
Mit ihrer Teilnahme setzten die Demonstrierenden ein sichtbares Zeichen für eine demokratische, vielfältige und solidarische Gesellschaft und gegen Rechtsextremismus. „Für das Bündnis „Wennigsen ist bunt“ ist die Demonstration ein deutliches Zeichen für eine starke Zivilgesellschaft. Das macht Mut für unsere Weiterarbeit, die auch nach den Kommunalwahlen wichtig bleiben wird“, so Vera Westermann vom Bündnis „Wennigsen ist bunt“.
Laut Polizei verlief die Versammlung ohne relevante Störungen.

