Barsinghausen. Die Diskussion um die Nutzung und Ausgestaltung des Jugendtreffs an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Barsinghausen hat zuletzt für unterschiedliche Darstellungen gesorgt. In einem Schreiben hat Schulleiter René Ehrhardt die Sicht der Schule dargelegt und auf mehrere Punkte zur Zusammenarbeit und Organisation hingewiesen. Die Stadtverwaltung will sich vorerst nicht detailliert äußern und kündigt Gespräche mit den Beteiligten an.
In seiner Stellungnahme beschreibt Ehrhardt die Bedeutung des Jugendtreffs für den Schulalltag und die pädagogische Arbeit. Der Jugendtreff sei ein wichtiger Bestandteil der schulischen und außerschulischen Angebote und trage zur sozialen Betreuung und Freizeitgestaltung der Schüler bei. Gleichzeitig weist die Schulleitung auf organisatorische und konzeptionelle Aspekte hin, die aus Sicht der Schule geklärt werden müssten, um eine verlässliche Nutzung sicherzustellen.
Stadtverwaltung kündigt Gespräche an
Die Stadtverwaltung Barsinghausen reagiert zurückhaltend auf die öffentliche Stellungnahme. Zum jetzigen Zeitpunkt halte es die Verwaltung nicht für sinnvoll, sich inhaltlich detailliert zu den angesprochenen Punkten zu äußern, heißt es in einer Mitteilung auf Nachfrage der Redaktion. Aus Sicht der Verwaltung sei es wichtig, zunächst im direkten Austausch mit den beteiligten Parteien eine Lösung zu erarbeiten. Entsprechende Gespräche seien bereits vorgesehen.
Eine weitergehende Stellungnahme, insbesondere zu Fragen rund um bestehende Kooperationsvereinbarungen, soll nach Angaben der Verwaltung erst im Anschluss an diese Gespräche erfolgen, um den laufenden Prozess nicht vorzeitig zu belasten.
Die Goetheschule erklärt, sie strebe eine sachliche und transparente Klärung der offenen Fragen an. Ziel sei eine Lösung, die sowohl den rechtlichen Rahmenbedingungen als auch den Bedürfnissen der rund 950 Schülerinnen und Schüler gerecht werde. Die Schule stehe weiterhin für Gespräche und konstruktive Zusammenarbeit zur Verfügung.
Pädagogische Bedeutung des Jugendtreffs
Die Schule betont die pädagogische Rolle des Jugendtreffs für Prävention, Beratung, Unterricht, Ganztag und soziale Teilhabe. Als angehende handyfreie Schule und Teilnehmerin am Programm „Lions Quest“ seien Rückzugs- und Begegnungsräume ein zentraler Bestandteil des schulischen Konzepts und trügen zu einem geordneten Schulalltag bei.
Vorgaben durch Fördermittelgeber müssen geklärt werden
Im Zusammenhang mit dem Jugendtreff spielen auch Fördermittel eine Rolle. Die Maßnahme wurde mit Mitteln gefördert, die über die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) abgewickelt werden. Solche Förderprogramme sind in der Regel an bestimmte Vorgaben und Fristen gebunden, etwa zur Nutzung der Räumlichkeiten, zur Zielgruppe oder zur Projektumsetzung. Änderungen am Nutzungskonzept oder an den Kooperationsstrukturen können daher Auswirkungen auf die Förderbedingungen haben und müssen gegebenenfalls mit dem Fördermittelgeber abgestimmt werden. Entsprechende Aspekte müssen im weiteren Abstimmungsprozess berücksichtigt werden.

