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Kommunalwahl 2026 in Gehrden: Braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum in Gehrden? (2/8)

Quelle Logos: jeweilige Partei.

Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften.

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Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt. Jeden Werktag wird eine Frage von den Parteien beantwortet, sodass die Antworten direkt verglichen werden können.

Braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum und wo?

CDU: "Ja, Gehrden braucht mehr bezahlbaren Wohnraum – vor allem für Familien, junge Menschen und Senioren. Ziel ist eine behutsame Nachverdichtung in der Kernstadt sowie maßvolle Entwicklung in Ortsteilen, immer mit guter Infrastruktur, Verkehrsanbindung und Rücksicht auf das Ortsbild. Gleichzeitig sollen soziale und preisgedämpfte Wohnangebote gezielt gefördert werden."

Grüne: "Ja, Gehrden braucht mehr bezahlbaren Wohnraum für Familien, Alleinerziehende, Senior*innen und Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen. Neuer Wohnraum sollte vor allem durch die Nutzung von Baulücken und maßvolle Nachverdichtung entstehen. Bei neuen Baugebieten wollen wir einen verbindlichen Anteil an bezahlbaren Wohnungen sichern und die Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften sowie gemeinwohlorientierten Partnern wie der KSG stärken."

FDP: "Gehrden braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, insbesondere für Familien, Senioren, Auszubildende und Menschen mit kleinen und mittlerem Einkommen. Wie ist dies erreichbar? Durch: Verringerung von Vorschriften, Sicherung alter Bausubstanz, Nutzung von Brachflächen. aber: Gehrden sollte seinen Kleinstadtcharakter bewahren."

Die Linke: "Natürlich braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum, aber nach Möglichkeit mit S-Bahn oder Stadtbahnanschluss. Da Gehrden den S-Bahn-Anschluss so schnell nicht bekommen kann, sollten wir uns, nach der Bebauung des Vorwerkgeländes, auf Nachverdichtung konzentrieren. Ich würde in der Regionsversammlung versuchen, neue Wohngebiete mit Stadtbahn/S-Bahnanschluss in anderen Umlandgemeinden zu entwickeln, was natürlich dann auch den Wohnungssuchenden in Gehrden zu Gute käme."

UWG: "Ja, mehr bezahlbarer Wohnraum wird benötigt. Dieser kann vorrangig in den Ortschaften entstehen. Dort sichern wir Infrastruktur und ermöglichen selbstbestimmtes Leben. Leerstände wollen wir aktivieren und städtische Grundstücke über Konzeptvergaben für gemeinschaftliche und generationenübergreifende Modelle nutzen. Neben der Frage des bezahlbaren Wohnraums wollen lebendige Ortskerne und sozial ausgewogene Quartiere ermöglichen."

AfD: "Bezahlbarer Wohnraum entsteht durch private Investitionen und die Begrenzung der Nachfrage. Zur Wahrheit gehört: Die Wohnungsnot ist untrennbar mit der unkontrollierten Migration verbunden, die den Markt verknappt und Kosten für die Stadt verursacht. Gehrden kann dies nur nachhaltig lösen, wenn die Migration auf übergeordneter Ebene begrenzt wird. Zu prüfen ist zudem die Grundsteuererhebung bei Leerstand, um Einnahmen zu generieren und die Nutzung bestehenden Wohnraums zu fördern."

SPD: "Ja. Bezahlbarer Wohnraum wird in der Kernstadt und den Ortsteilen benötigt. Wir setzen auf kommunales Bauland, sozialen Wohnungsbau, genossenschaftliche Wohnungsunternehmen sowie den Bau von Mehrfamilienhäusern. So schaffen wir Wohnraum für Familien, junge Menschen und Seniorinnen und Senioren bei gleichzeitig geringem Flächenverbrauch."

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