Laatzen. Der neu gewählte Rat der Stadt Laatzen kommt am 5. November zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Nach der Kommunalwahl im September stehen die politischen Kräfteverhältnisse fest: CDU und SPD sind mit jeweils elf Sitzen gleich stark. Eine Besonderheit gibt es bei der AfD: Obwohl ihr sieben Mandate zustehen, können nur zwei davon besetzt werden. Damit wird der neue Rat kleiner als ursprünglich vorgesehen. Auch die Frage nach den künftigen Mehrheiten und der Zusammenarbeit der Fraktionen dürfte eine wichtige Rolle spielen.
Bei der Kommunalwahl am 13. September erhielt die CDU mit 28,36 Prozent die meisten Stimmen. Die SPD erreichte 27,98 Prozent. Beide Parteien kommen auf jeweils elf Sitze. Die AfD erhielt 18,51 Prozent und sieben Mandate. Die Grünen erreichten 13,61 Prozent und stellen sechs Ratsmitglieder. Die Linke kommt mit 6,15 Prozent auf drei Sitze. FDP und Gemeinschaft Freier Wähler Laatzen (GFW-Laatzen) sind mit jeweils einem Mandat vertreten.
Da bei der AfD fünf Mandate unbesetzt bleiben, wird der Rat nach bisherigen Angaben nur aus 36 statt ursprünglich 41 Mitgliedern bestehen.
Neue Mehrheiten müssen sich finden
Welche Gruppen und Fraktionen ihre Zusammenarbeit offiziell vereinbaren und wie die Ausschüsse besetzt werden, gehört zu den wichtigen organisatorischen Fragen der neuen Ratsperiode.
Bei der konstituierenden Sitzung stehen auch wichtige Personalentscheidungen an. Nach der Geschäftsordnung wählt der Rat in seiner ersten Sitzung eine Ratsvorsitzende oder einen Ratsvorsitzenden. Außerdem können bis zu zwei Stellvertreter gewählt werden.
Auch die Stellvertretung des Bürgermeisters wird neu geregelt. Nach der Hauptsatzung der Stadt Laatzen kann der Rat aus den Beigeordneten bis zu drei ehrenamtliche stellvertretende Bürgermeister wählen und eine Reihenfolge der Vertretung festlegen.
Damit werden bei der ersten Sitzung wichtige personelle und organisatorische Grundlagen für die kommenden fünf Jahre geschaffen.
Diese Parteien und Gruppen sind im Rat vertreten
Die Sitzverteilung nach dem endgültigen Wahlergebnis sieht folgendermaßen aus:
CDU: 11 Sitze
SPD: 11 Sitze
AfD: 7 Sitze, davon fünf unbesetzt
Bündnis 90/Die Grünen: 6 Sitze
Die Linke: 3 Sitze
FDP: 1 Sitz
GFW-Laatzen: 1 Sitz
Mit der konstituierenden Sitzung beginnt die neue Wahlperiode. Neben der Besetzung der politischen Funktionen wird sich in den kommenden Monaten zeigen, welche Mehrheiten sich bei den anstehenden Entscheidungen bilden und wie die Parteien ihre politischen Schwerpunkte gemeinsam oder gegeneinander durchsetzen.

