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Niedersachsen ehrt Ursula von der Leyen mit der Landesmedaille

Ministerpräsident Olaf Lies hat die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, mit der Niedersächsischen Landesmedaille geehrt. Quelle: StK Nds/Fotograf Rainer Jensen.

Hannover. Ministerpräsident Olaf Lies hat am Dienstag die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, mit der Niedersächsischen Landesmedaille geehrt. Mit der höchsten Auszeichnung des Landes würdigt Niedersachsen ihre herausragenden Verdienste um Niedersachsen, Deutschland und Europa.

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Von der Leyen zählt zu den prägenden politischen Persönlichkeiten unserer Zeit. Ihr Wirken ist geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Gestaltungswillen sowie dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein starkes, geeintes Europa.

Ihr erstes Ministeramt übernahm von der Leyen in Niedersachsen: Von 2003 bis 2005 war sie Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. In dieser Funktion setzte sie wichtige Impulse für eine moderne Sozial- und Familienpolitik, unter anderem für bessere Rahmenbedingungen für Familien, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für die Einführung von Mehrgenerationenhäusern.

Auch auf Bundes- und europäischer Ebene übernahm Ursula von der Leyen zentrale politische Verantwortung, unter anderem als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, als Bundesministerin für Arbeit und Soziales, als erste Frau im Amt der Bundesministerin der Verteidigung sowie seit 2019 als Präsidentin der Europäischen Kommission.

Ministerpräsident Olaf Lies sagte anlässlich der Verleihung: „Dr. Ursula von der Leyen hat sich um Niedersachsen, Deutschland und Europa in besonderer Weise verdient gemacht. Sie hat Politik immer als Verantwortung für die Menschen verstanden – mit Nähe, klarer Haltung und einem feinen Gespür für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Schon in ihrem ersten Ministeramt in Niedersachsen war spürbar, wie sehr ihr dieses Land und die Menschen am Herzen liegen. Als erste Frau an der Spitze der Europäischen Kommission trägt sie diese Haltung bis heute weiter und steht damit beispielhaft für Mut, Verantwortung und Vertrauen in ein starkes Europa.“

Mit der Landesmedaille ist zugleich die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Niedersächsischen Verdienstordens verbunden.

Hintergrundinformationen

Biografische Angaben

Ursula von der Leyen wurde am 8. Oktober 1958 in Ixelles/Elsene (Belgien) als Tochter des ehemaligen Niedersächsischen Ministerpräsidenten Dr. Ernst Albrecht und seiner Frau Heidi Adele geboren. Sie ist verheiratet mit Prof. Dr. Heiko von der Leyen und Mutter von sieben Kindern. Seit 2007 lebt sie in Burgdorf-Beinhorn (Niedersachsen).

Beruflicher und akademischer Werdegang

1976 - 1977:  Studium der Archäologie

1977 - 1978:  Studium der Volkswirtschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

1978: Auslandsstudium an der London School of Economics and Political Science

1980 - 1987:  Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH); Staatsexamen anschließend Assistenzärztin an der Frauenklinik der MHH

1991: Promotion zur Dr. med.

1992 - 1996:  Gast an der Stanford University California (USA), Graduate School of Business und Stanford Health Service Hospital Administration

1998 - 2002:  Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Friedrich Wilhelm Schwartz in der Abteilung für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der MHH

2001: Master of Public Health

Politischer Werdegang

1990: Eintritt in die CDU

1996 - 1997: Mitglied im Landesfachausschuss Sozialpolitik

2001 - 2004: Mitglied des Rates der Stadt Sehnde (Region Hannover)

2003 - 2005: Mitglied des Niedersächsischen Landtages

2003 - 2005: Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

2004 - 2019: Mitglied im Präsidium der CDU

2005 - 2009: Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

2009-2019: Mitglied des Deutschen Bundestags

2009 - 2013: Bundesministerin für Arbeit und Soziales

2013- 2019: Bundesministerin der Verteidigung

Seit 2019: Präsidentin der Europäischen Kommission

Auszeichnungen und Ehrungen (Auswahl)

2017: Großkreuz des Ordens für Verdienste um Litauen

2022: Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion-Universität im Negev (Israel)

2022: Orden 1. Klasse (Großkreuz) des Ordens des Fürsten Jaroslaw des Weisen (Ukraine)

2023: Ehrendoktorwürde der Universität Toulouse Capitole

2025: Internationaler Karlspreis zu Aachen

2025: Ehrendoktorwürde der Universität Keio in Tokyo (Japan)

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