Hannover/Barsinghausen. Die Region Hannover stellt ihre Schul- und Hochbauplanung auf eine neue Grundlage. Wie aus einer jetzt veröffentlichten Informationsdrucksache (wir hatten berichtet) hervorgeht, werden derzeit sämtliche Schul- und Hochbauprojekte systematisch überprüft, priorisiert und mit den vorhandenen finanziellen sowie personellen Ressourcen abgeglichen.
Hintergrund ist eine grundlegende strategische Neuausrichtung. Mit der eigens eingerichteten Stabstelle „Schulbau-Initiative Region Hannover“ (SIR) soll künftig eine integrierte Schulbau- und Bedarfsplanung entwickelt werden. Ziel ist es, bauliche Maßnahmen und Schulentwicklungsplanung enger miteinander zu verzahnen.
Dabei soll nicht nur entschieden werden, welche Projekte umgesetzt werden, sondern auch, an welchen Standorten, zu welchem Zeitpunkt und vor welchem pädagogischen Hintergrund Investitionen sinnvoll sind.
Förderschulen im Fokus der Gesamtplanung
Die neue Strategie umfasst ausdrücklich auch die Förderschulen in der Region Hannover. Künftige Bedarfe sollen nicht mehr isoliert betrachtet, sondern in eine übergeordnete Gesamtplanung eingebunden werden.
Nach Angaben der Region sollen Politik und Verwaltung gemeinsam bewerten, welche Maßnahmen langfristig notwendig sind, um zukunftsfähige Bildungsangebote sicherzustellen.
Neubau in Barsinghausen wird neu bewertet
Von der aktuellen Überprüfung betroffen ist auch der geplante Neubau einer Förderschule am Spalterhals in Barsinghausen. Das Projekt befindet sich derzeit noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Das für den Neubau vorgesehene Grundstück (Holunderweg / Am Spalterhals) befindet sich bereits im Eigentum der Region Hannover.
Bislang wird für das Vorhaben mit Kosten von rund 44 Millionen Euro gerechnet. Dieser Kostenrahmen soll jedoch im weiteren Verlauf der Planungen noch konkretisiert werden.
Mit der neuen Schule sollen perspektivisch die Selma-Lagerlöf-Schule in Ronnenberg sowie die Janusz-Korczak-Schule in Springe entlastet werden. Beide Förderschulen haben den Schwerpunkt Geistige Entwicklung.
Entscheidung noch nicht gefallen
Ob und in welcher Form das Projekt in Barsinghausen weiterverfolgt wird, ist derzeit noch offen. Die geplante Förderschule ist Teil der laufenden Gesamtbewertung aller Schulbauprojekte der Region Hannover.
Nach Angaben der Regionsverwaltung soll der Prozess dazu beitragen, langfristig tragfähige und bedarfsgerechte Lösungen für die Schüler in der gesamten Region zu entwickeln. Eine abschließende Entscheidung über die Zukunft des Projekts steht jedoch noch aus.

