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SGS-Top-Team holt vier Medaillen in den Lagenfinals – Ärger über zwei Staffel-Disqualifikationen

Foto: privat.

Barsinghausen. Beim 28. Michael Morgenstern Swim im Gartenhallenbad Schloß Holte-Stukenbrock hat das Top-Team der SGS Barsinghausen seine letzte Standortbestimmung vor den Landesmeisterschaften erfolgreich bestanden. In 46 Einzelstarts gab es 23 Jahrgangsmedaillen (11-mal Gold, 4-mal Silber, 8-mal Bronze) und 16 persönliche Bestzeiten. Dazu kamen vier Medaillen in den Lagenfinals.

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Die Finals waren der Höhepunkt des Wochenendes. Für das Mystery-Lagen-Finale qualifizierte sich, wer alle vier Lagen einzeln schwamm und dabei die beste Gesamtzeit erreichte. Im Finale selbst war die Reihenfolge der Lagen auf jeder Bahn eine andere. Emma Klöber (Jahrgang 2012) ging bereits als Qualifikationsbeste in das Finale ihrer Altersklasse und gewann die 100 m in 1:13,25 min mit über neun Sekunden Vorsprung. Noah Hagemeister führte die Qualifikation über 200 m in der offenen Wertung mit elf Sekunden Vorsprung an und wurde im Finale in 2:20,28 min Zweiter. Bronze in der offenen Wertung holten Jennifer Busch über 100 m (1:10,86 min) und Clara Westphale über 200 m (2:39,00 min). Noah Hagemeister schlug im 100-m-Finale zeitgleich mit dem Drittplatzierten an (1:02,75 min), wurde aber als Vierter gewertet.

In den Einzelrennen ragten mehrere Siege heraus. Tom Schade gewann die 100 m Brust in 1:07,13 min mit sechseinhalb Sekunden Vorsprung, dazu die 50 m Brust in 30,01 s. Felix Kebeiks siegte über 100 m Schmetterling (1:01,44 min) in seiner Altersklasse, Noah Hagemeister über 100 m Rücken (1:04,62 min) und Alessia Krampen über 100 m Rücken (1:09,13 min). Jana Frickel gewann die 100 und die 50 m Schmetterling. Emma Klöber holte drei Jahrgangssiege und Jennifer Busch einen über 50 m Rücken.

Die Lagenstaffel mixed mit Alessia Krampen, Tom Schade, Felix Kebeiks und Emilija Petrovic gewann in 1:59,13 min. Die Freistilstaffel der Männer wurde Zweite (1:46,90 min), ebenso Jana Frickel und Felix Kebeiks in der 2×50 m Freistil mixed (54,64 s), nur eine Viertelsekunde hinter den Siegern.

Bemerkenswert ist das alles auch wegen der Bedingungen. Das Becken ist an der Wendenseite nur rund 1,30 bis 1,50 m tief, und Rückenstarthilfen gab es nicht. Trotzdem bestätigte die Mannschaft die Zeiten der Bezirksmeisterschaften eine Woche zuvor fast durchgehend. Zwei weitere Pflichtzeiten für die Landesmeisterschaften kamen hinzu: Felix Kebeiks über 100 m Schmetterling und Emma Klöber über 50 m Rücken. Die TG1 hält damit 77 Startrechte auf Landesebene.

Getrübt wurde das Wochenende durch zwei Disqualifikationen. Die Freistilstaffel der Frauen am Samstag und die Lagenstaffel der Männer am Sonntag wurden aus der Wertung genommen. Grund war in beiden Fällen, dass ein Schwimmer nach seiner Teilstrecke das Becken nicht unverzüglich verlassen hatte. Das Kampfgericht legte die Regel ungewöhnlich streng aus. Auch eine Staffel aus Bocholt traf es.

In der Mannschaft sorgte das für Unverständnis. Die Regel selbst stellt niemand in Frage, und die Auslegung des Begriffs „unverzüglich“ liegt beim Kampfgericht. Sie wurde aber vor allem eingeführt, damit nachfolgende Schwimmer nicht behindert werden. In beiden Rennen wurde nach Einschätzung des Trainerteams niemand behindert. Die Frage bleibt deshalb, warum ohne Not disqualifiziert wird, wenn der eigentliche Zweck der Regel gar nicht berührt ist. Gerade für junge Sportlerinnen und Sportler, die mit einer starken Zeit angeschlagen haben, ist das schwer nachzuvollziehen.

„Die Trainingsplanung scheint voll aufzugehen. Die Mannschaft setzt die Technik gut um und hat auch unter schwierigen Bedingungen ihre Zeiten bestätigt“, sagt Cheftrainer Dennis Yaghobi.

In den Herbstferien geht es für das Top-Team vom 17. bis 24. Oktober ins Trainingslager nach Plettenberg. Danach folgt der Saisonhöhepunkt der Kurzbahn: die Landesmeisterschaften am 31. Oktober und 1. November in Goslar. Für einige geht es dort zusätzlich um die Pflichtzeit für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal (12. bis 15. November), denn Goslar ist die letzte Gelegenheit dafür. Tom Schade fehlen über 50 m Brust noch fünf Zehntel, Alessia Krampen über 50 m Rücken knapp vier Zehntel.

Die Ergebnisse der SGS Barsinghausen in den Finals

100 m Mystery Lagen, Jahrgang 2012/13: 1. Emma Klöber 1:13,25 · 100 m Mystery Lagen offen, Frauen: 3. Jennifer Busch 1:10,86 · 200 m Mystery Lagen offen, Frauen: 3. Clara Westphale 2:39,00 · 200 m Mystery Lagen offen, Männer: 2. Noah Hagemeister 2:20,28 · 100 m Mystery Lagen offen, Männer: 4. Noah Hagemeister 1:02,75

Die Medaillen der SGS Barsinghausen in den Einzelrennen

Emma Klöber: Gold 100 m Brust 1:20,59, 50 m Rücken 35,51, 50 m Freistil 29,59; Silber 50 m Schmetterling 33,37, 50 m Brust 37,25; Bronze 100 m Freistil 1:07,47 · Jana Frickel: Gold 100 m Schmetterling 1:13,34, 50 m Schmetterling 32,09 · Tom Schade: Gold 50 m Brust 30,01, 100 m Brust 1:07,13 · Noah Hagemeister: Gold 100 m Rücken 1:04,62; Bronze 50 m Schmetterling 27,01, 100 m Freistil 56,82 · Felix Kebeiks: Gold 100 m Schmetterling 1:01,44; Silber 100 m Freistil 56,18 · Jennifer Busch: Gold 50 m Rücken 32,44; Bronze 50 m Schmetterling 30,29 · Alessia Krampen: Gold 100 m Rücken 1:09,13; Silber 100 m Brust 1:21,50 · Clara Westphale: Bronze 100 m Schmetterling 1:16,47, 100 m Freistil 1:05,40 · Danesh Yaghobi: Bronze 100 m Schmetterling 1:06,77, 100 m Brust 1:14,82

Die Medaillen der SGS Barsinghausen in den Staffeln

4×50 m Lagen mixed: 1. SGS Barsinghausen (Alessia Krampen, Tom Schade, Felix Kebeiks, Emilija Petrovic) 1:59,13 · 4×50 m Freistil Männer: 2. SGS Barsinghausen (Noah Hagemeister, Tom Schade, Danesh Yaghobi, Felix Kebeiks) 1:46,90 · 2×50 m Freistil mixed: 2. SGS Barsinghausen (Jana Frickel, Felix Kebeiks) 54,64.

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