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Soccercourt: Jugend beteiligen statt über sie entscheiden

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Pattensen. Moderne Sport- und Freizeitangebote für junge Menschen sind wichtig. Deshalb unterstützt die UWG grundsätzlich das Ziel, in Pattensen attraktive Bewegungsangebote zu schaffen. Der vom Rat beschlossene Weg überzeugt die Mitglieder der UWG jedoch nicht.

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„Besonders kritisch ist das Verfahren. Das Jugendparlament hatte selbst beantragt, erst nach seiner Anhörung über das Projekt zu entscheiden. Dieser Antrag wurde von CDU und SPD abgelehnt. Damit wurde die Chance vertan, die Jugendlichen vor einer bindenden Entscheidung nach ihren Vorstellungen, Prioritäten und möglichen Alternativen zu fragen“, teilt die UWG mit.

Echte Jugendbeteiligung bedeute, junge Menschen einzubeziehen, bevor politische Entscheidungen getroffen werden – nicht erst danach. „Gerade bei einem Projekt, das ausdrücklich für Jugendliche geplant wird, hätte ihre Anhörung selbstverständlich sein müssen“, so ein Sprecher der UWG.

Auch bei Planung und Finanzierung bleiben laut UWG wichtige Fragen offen. Ein Soccercourt sei kein einfacher Bolzplatz, sondern eine aufwendige Anlage mit erheblichen Bau- und Folgekosten. Nach den bisherigen Angaben liegen die Baukosten zwischen 250.000 und 300.000 Euro. Hinzu kommen Pflege, Wartung und spätere Erneuerungen. Mit dem Beschluss habe der Rat die Stadt für die kommenden Jahre auf dieses Projekt festgelegt, obwohl wesentliche Fragen noch nicht abschließend geklärt sind.

Die Verwaltung hatte auf eine fehlende belastbare Bedarfsanalyse, begrenzte Planungskapazitäten und die notwendige Prüfung des Hochwasserrisikos am Standort Bruchwiesen hingewiesen. Auch ein stadtweites Konzept, das die Bedarfe der Ortsteile fair berücksichtigt, liegt bislang nicht vor.

Schulenburg zeigt, dass ein anderer Weg möglich ist. Dort haben Ortsrat und Jugendparlament gemeinsam nach einer bedarfsgerechten und kostenschonenden Lösung gesucht.

Die UWG fordert deshalb: Jugendliche müssen vor Entscheidungen beteiligt werden. Bedarf, Standorte, Alternativen sowie Bau- und Folgekosten müssen transparent geprüft werden. Gute Jugendpolitik entsteht gemeinsam mit jungen Menschen – nicht über ihre Köpfe hinweg.

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