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Springe wählt Jugendparlament künftig wieder per Urnenwahl – Online-Wahl scheiterte an geringer Beteiligung

Springe. Die Stadt Springe kehrt bei der Wahl zum Jugendparlament zur klassischen Urnenwahl zurück. Der Rat soll am 25. Juni 2026 eine neue Satzung und Wahlordnung beschließen, damit das Jugendparlament zum 1. Januar 2027 neu gewählt werden kann.

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Online-Wahl scheiterte an geringer Beteiligung

Auslöser des Kurswechsels ist das ernüchternde Ergebnis der letzten Jugendparlamentswahl im Dezember 2024: Von 2.783 Wahlberechtigten beteiligten sich lediglich 178 Jugendliche – eine Wahlbeteiligung von 6,4 Prozent. Das eingesetzte Online-Wahlverfahren hatte damit sein Ziel verfehlt.

Schulen und Jugendzentren als Wahllokale

Für die Rückkehr zur Urnenwahl hat die Stadt bereits konkrete Vorbereitungen getroffen. Die Schulen IGS, OHG und BBS haben ihre Unterstützung zugesagt und fungieren als Wahllokale. Ergänzend werden die Jugendzentren sowie das Rathaus an Nachmittagen für die Wahl geöffnet. Die kommunale Jugendarbeit plant vor und nach den Sommerferien Informationsveranstaltungen in den Schulen zu den Themen Jugendbeteiligung und Jugendparlament.

Die Entscheidung für Wahllokale in Schulen folgt pädagogischen Überlegungen: Im vertrauten Umfeld sinkt die Hemmschwelle zur Beteiligung, und Jugendliche können sich gegenseitig zur Wahl motivieren.

Satzung und Wahlordnung werden getrennt

Neben dem Wechsel des Wahlverfahrens wird die bisherige Satzung grundlegend überarbeitet. Die detaillierten Wahlbestimmungen werden künftig in eine eigenständige Wahlordnung ausgelagert, um die Satzung übersichtlicher und für Jugendliche lesbarer zu gestalten. Zudem schafft die Trennung mehr Flexibilität bei künftigen Anpassungen des Wahlverfahrens.

Vor der Ratsentscheidung am 25. Juni berät zunächst der Ausschuss für Soziales, Jugend und Gleichstellung am 13. Mai öffentlich über die Vorlage.

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