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Stadtjugendring zieht positive Bilanz und löst sich auf

Foto: privat.

Barsinghausen. Nach 35 Jahren engagierter Arbeit für Kinder und Jugendliche beendet der Stadtjugendring seine Tätigkeit – und zieht dabei eine insgesamt positive Bilanz. Über mehr als drei Jahrzehnte hinweg hat das Gremium die Jugendarbeit vor Ort maßgeblich geprägt und wichtige Impulse gesetzt.

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Seit seiner Gründung verstand sich der Stadtjugendring als Sprachrohr der jungen Generation und als verlässlicher Partner für Vereine, Politik und Verwaltung. Besonders hervorzuheben ist die Begleitung der Gründung des Jugendparlamentes. Dieses hat sich inzwischen etabliert und erhält künftig noch mehr Gewicht: Es wird im Sozialausschuss vertreten sein, und im kommenden September steht erstmals eine offizielle Wahl des Gremiums an.

Auch bei der Entwicklung und Umsetzung der Jugendförderrichtlinie spielte der Stadtjugendring eine entscheidende Rolle. Über Jahre hinweg wurden Inhalte erarbeitet, abgestimmt und schließlich erfolgreich zum Abschluss gebracht. Damit wurden wichtige Grundlagen für die nachhaltige Förderung von Jugendarbeit geschaffen.

Ein weiteres prägendes Projekt waren die Bauwagentouren durch die Ortsteile. Der Bauwagen, der heute seinen festen Platz im Freibad Goltern hat, wurde dabei Jahr für Jahr neu mit Spiel- und Freizeitmaterial ausgestattet. Diese Initiative brachte Angebote direkt zu den Jugendlichen vor Ort und stärkte den Zusammenhalt in den einzelnen Ortsteilen.

Die Entscheidung zur Auflösung fiel den Verantwortlichen nicht leicht, wie diese nun nach der Sitzung am vergangenen Donnerstag mitteilten. Ausschlaggebend seien vor allem Veränderungen in den gesellschaftlichen Strukturen sowie innerhalb der Vereine. „Engagementformen haben sich gewandelt, klassische Organisationsstrukturen verlieren an Bedeutung, und neue Wege der Beteiligung sind entstanden“, so ein Sprecher.

Trotz der positiven Bilanz sehen die Mitglieder des Stadtjugendrings weiterhin wichtige Aufgaben für die Zukunft. So bleibt die drohende Schließung der Jugendwerkstatt Labora ein zentrales Thema, bei dem weiterhin Unterstützung und politischer Einsatz notwendig sind. Ebenso fordert der Stadtjugendring ein klares Veto gegen den möglichen Verlust der Bert-Brecht-Förderschule, die für viele junge Menschen eine unverzichtbare Einrichtung darstellt.

Mit der Auflösung endet ein bedeutendes Kapitel der lokalen Jugendarbeit. Zugleich hinterlässt der Stadtjugendring eine starke Grundlage, auf der zukünftige Initiativen aufbauen können.

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