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Wegränder möglichst erst ab Mitte Juli mähen

Symbolfoto Blumenwiese. Quelle: Pixabay, Couleur.

Hannover. In ihnen wimmelt, summt und brummt es oftmals von und durch Insekten: Wegränder, Uferstreifen und Feldraine sind aus naturschutzfachlicher Sicht wertvolle Kleinbiotope, in denen eine Vielzahl verschiedener Tierarten ihren Lebens- und Nahrungsraum findet. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) und die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) weisen gemeinsam darauf hin, dass notwendige Pflegemaßnahmen daher immer ökologisch angepasst und möglichst extensiv sein sollten. Zudem appellieren sie an die Flächeneigentümer wie Gemeinden, entsprechende Vorgaben auf den Weg zu bringen.

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Ein mehrmaliges Mähen von Randstreifen ist oftmals nicht sinnvoll. Sofern nicht andere Gründe, wie beispielsweise die Verkehrssicherheit, entgegenstehen, sollte der früheste Mahdtermin nicht vor dem 15. Juli – dem Ende der Brut- und Setzzeit – liegen. Idealerweise sollte die Mahd im September stattfinden. Es gilt: je später, desto besser. Denn dann haben Blütenbesucher höhere Chancen, ihre essenziellen Nahrungsquellen zu finden. Idealerweise werden Wegränder abschnittsweise gepflegt, um weiterhin Rückzugsräume vorzuhalten.

Da beim Mulchen der Aufwuchs stark verkleinert wird, sind bei diesem Verfahren die Überlebenschancen für Insekten gering und sollten vermieden werden. Statt Mulchen sollte dem schonenderen Mähen (mit Abtransport des Mähguts) der Vorzug gegeben werden. 

Agrarministerin Miriam Staudte: „Unsere Landwirtschaft ist auf intakte Ökosysteme angewiesen. Ich danke allen, die beim Erhalt dieser wichtigen Rückzugsräume und Lebensadern für Insekten und bodenbrütende Vögel mitwirken.“

Detaillierte Informationen zur Pflege von Randstreifen unter: https://www.lwk-niedersachsen.de/lwk/news/22158_Hinweise_zur_Pflege_von_Randstreifen.

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