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Zwischen Ehrenamt und Beruf – So bringt Helge Jakob Job und Feuerwehr unter einen Hut

Zwischen IT-Job und Einsatzalarm: Helge Jakob (re.) lebt für die Feuerwehr. Chef Daniel Viebahn unterstützt das ehrenamtliche Engagement.

Barsinghausen/Wennigsen. Helge Jakob erhielt für sein jahrzehntelanges Engagement jüngst das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze. Zudem ist er stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter II (Seelze, Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Wennigsen) der Regionsfeuerwehr. Neben dem zeitaufwendigen Ehrenamt muss der 47-Jährige auch Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Ein Besuch an seinem neuen Arbeitsplatz bei der ctb IT GmbH in Barsinghausen.

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Von der Jugendfeuerwehr zur Führungsaufgabe

Seit seinem zehnten Lebensjahr ist Helge Jakob bei der Feuerwehr. Durch seinen älteren Bruder und den Freundeskreis kam er zur Jugendfeuerwehr. „Und dann wächst man da so rein, macht Schulungen und übernimmt Ämter“, sagt Jakob und lacht beim Rückblick auf seinen Werdegang bei der Feuerwehr in Wennigsen. Mit dem Umzug der Wehr in ein neues Feuerwehrhaus wuchsen auch die Aufgaben. „Wir wurden größer, hatten mehr Fahrzeuge und Kameraden – das muss alles koordiniert werden. Es gibt klare Strukturen in der Feuerwehr sowie Gesetze und Verordnungen, die eingehalten werden müssen. Da gibt es viele Möglichkeiten, sich einzubringen.“

Verantwortung für den größten Abschnitt der Region

Seit Ende 2024 ist Jakob stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter für den Abschnitt II, zu dem Seelze, Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen gehören.

„Meine Frau kennt das nicht anders und unterstützt mich dankenswerterweise in meinem Ehrenamt. Es gibt diverse Sitzungen auf Regionsebene und mit den Ortsbrandmeistern. Mit 51 Ortsfeuerwehren ist der Abschnitt II der größte in der Region“, erklärt der zweifache Familienvater. „Und dann gibt es ja noch die Einsätze, die jederzeit passieren können.“

Jakob erhält aus den fünf Kommunen Meldungen zu Einsätzen. Größere Lagen fahren er und Brandschutzabschnittsleiter Kristof Schwake nach Absprache an. Vor Ort nehmen sie nicht aktiv am Einsatzgeschehen teil, stehen jedoch beratend und unterstützend zur Seite. Nur wenn sich die Lage deutlich vergrößert, könnten sie das Kommando übernehmen.

Ehrenamt und Arbeitgeber im Dialog

„Mein neuer Arbeitgeber, Geschäftsführer Daniel Viebahn von der ctb IT GmbH, wollte natürlich wissen, wie oft ich nicht am Arbeitsplatz wäre“, berichtet Jakob. Zwar erhalten Arbeitgeber einen Verdienstausfall erstattet, doch gerade im produzierenden Gewerbe sei es schwierig, den Arbeitsplatz für mehrere Stunden zu verlassen, weiß Jakob von anderen Kameraden.

„Auch ich kann nicht einfach Kunden stehen lassen, um zu einem Einsatz zu fahren. Wir haben das vorab gemeinsam besprochen und geklärt.“

Neuer Arbeitsplatz mit Verständnis für Engagement

Seit zehn Jahren ist Helge Jakob als Servicetechniker im Privatkundengeschäft tätig. Zuletzt bei einem Betrieb in Wennigsen, der jedoch seinen Standort geschlossen hat. Seit dem 1. Februar ist er nun bei der ctb IT GmbH in Barsinghausen beschäftigt, um weiterhin am Deister im Privatkundengeschäft tätig zu sein. „Dieser Bereich macht mir sehr viel Spaß und ich hoffe, dass ich meine bisherigen Kunden auch weiterhin betreuen darf“, zeigt sich Jakob zufrieden.

Für Geschäftsführer Daniel Viebahn ist es selbstverständlich, ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. „Wir haben Fachkräftemangel auf der einen Seite, wollen aber auch, dass die Feuerwehr kommt, wenn es brennt. Wie kann man dann sagen, dass man das nicht unterstützt? Wir haben klare Regeln aufgestellt, damit es für beide Seiten funktioniert.“ Viebahn sieht es als unternehmerische Verantwortung an, Familie und Beruf vereinbar zu machen. „Und Feuerwehr ist eine Berufung – daher unterstützen wir dieses ehrenamtliche Engagement ausdrücklich.“

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