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Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir“ an Ronnenberger Grundschulen

Symbolfoto. Quelle: pixabay.

Ronnenberg. Insgesamt dreimal eine Stunde Theater mit dem Thema „Sexualisierte Gewalt – Mein Körper gehört mir“ konnten die 4. Klassen der Ronnenberger, Weetzener und Benther Grundschulen in den letzten Wochen vor den Ferien erleben.

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Mit viel Spaß, aber auch mit der klaren Benennung dessen, was nicht in Ordnung, unangenehm, verletzend oder auch verboten ist, spielte die theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück den Kindern zahlreiche kleine Stücke vor, die diese dann auch noch gemeinsam zwischen den Szenen diskutieren und reflektieren konnten.
Durch die kindgerechte Aufarbeitung des Themas bekamen die Kinder sehr gute Einblicke in die eigene und die Gefühlswelt anderer. Eine zentrale Botschaft lautete: Ein ganz individuelles Ja-Gefühl oder ein Nein-Gefühl bestimmen darüber, was für einen selbst in Ordnung ist und was nicht, ganz egal was jemand anderes sagt. Dass sie selbst nicht verantwortlich sind und wo sie Hilfe bekommen, war ebenfalls ein wichtiger thematischer Teil des Programms.

Finanziert werden konnte das Programm in diesem Schuljahr durch das Budget der Schulsozialarbeit der Stadt Ronnenberg. Die Sozialpädagog:innen erhoffen sich die Finanzierung dieser und weiterer Projekte dauerhaft an den Schulen, da sie einen großen und wichtigen Teil des Kinderschutzes und der Prävention darstellen und das Aufdecken von Missbrauch und Gewalt gegen Kinder mit ermöglichen. Zudem vermitteln sie Kindern das entsprechende Wissen, damit sie sich schützen und im schlimmsten Fall Hilfe finden können.

Auch für die Erwachsenen, Mitarbeitenden in den Schulen und die Eltern ist es wichtig, Zugang zum Thema zu finden. Die Möglichkeit hatten sie unter anderem bei einem gemeinsamen Elternabend. Das Projekt adressiert sie ebenso wie die Kinder, denn sie und die Gesellschaft sind hauptverantwortlich dafür, dass Kinder in ihr geschützt sind und möglichst schnell Hilfe bekommen, wenn sie diese benötigen. Dazu ist es unter anderem wichtig, Signale von Kindern wahrzunehmen, ihre Wahrnehmungen und Bedürfnisse ernst zu nehmen und im Zweifelsfall ebenfalls Hilfe zu suchen. Hierfür eignen sich natürlich die Fachberatungsstellen wie violetta oder Anstoß oder auch die Schule, Schulsozialarbeit oder die Jugendämter sowie Erziehungsberatungsstellen oder Familienzentren.