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„Auf Teufelsspuren durch den Deister“

Der "Teufelssprung" im Deister

Wennigser Mark.

Eine unterhaltsame Wanderung zu diabolischen Orten im Deister mit Autor Heiko Hesse und Wanderführer Winfried Gehrke (Deister-Winni) findet am Sonntag, 30. September, statt. Abfahrt ist mit der Buslinie 562 um 9.55 Uhr vom Bahnhof Wennigsen oder um 10.08 Uhr vom Bahnhof Egestorf. Hier gibt es Anschluss an die S-Bahn. Ein Zustieg in der Wennigser Mark ist möglich. Um 10.18 Uhr erreicht der Bus den Nienstedter Pass. Auf dem Deisterkamm nahe des Nordmannsturms trieb der Teufel sein Unwesen. An der „Alten Taufe“ und in der „Teufelskammer“ ging es einst nicht mit rechten Dingen zu, liest man in alten Sagenbüchern. Hier wähnten die Menschen Satan am Werk. Nach solchen Orten hat Heiko Hesse in ganz Deutschland gesucht und ist auch im Deister fündig geworden. Sein Buch: "Teuflische Orte, die man gesehen haben muss" ist das Ergebnis dieser Recherchen. Und was läge nun näher, als Geschichten aus diesem Buch an authentischen Stellen zu erzählen? Damit niemand vom richtigen Wege abkommt, führt Winfried Gehrke die Tour. Wie kein Zweiter kennt sich „Deister-Winni“ auf diesem sagenumwobenen Höhenzug aus. Leistung: Angeleitete Wanderung mit Lesung (circa 10 bis 11 Kilometer) im Deister. Die Tour findet bei jedem Wetter statt und erfolgt auf eigene Gefahr. Nicht eingeschlossen: Anreise. Treffpunkt: Einstieg in Wennigsen, Egestorf oder Nienstedter Pass möglich

Tourbeschreibung:

Die zehn bis elf Kilometer lange Wanderung führt zunächst in Richtung Nordmannsturm. Dabei geht es vorbei am jüngsten Naturdenkmal im Deister, dem "Schweden-Findling“. Hier erfahren die Wanderer Wissenswertes über die Eiszeiten in der Norddeutschen Tiefebene bis hinauf zum Deisterkamm. Es geht vorbei am Nordmannsturm mit Blick in einen alten Steinbruch, aus dem der Erbauer des Turmes, Constantin Nordmann, 1863 die Sandsteine für den Aussichtsturm gebrochen hat. Nach einem weiteren Kilometer erreicht die Wandergruppe die „Alte Taufe“. Hier erzählt Heiko Hesse, was es der Sage nach mit diesem Stein auf sich hat und wie aus einem vorchristlichen Versammlungsort oder Heiligtum ein Ort des Bösen geworden ist. In der Schutzhütte „Alte Taufe“ ist Gelegenheit für eine Rast und Verpflegung aus dem eigenen Rucksack und für die nächste „Teufels-Geschichte“ aus dem neusten Buch von Heiko Hesse. Vielleicht eine Geschichte von der Ostsee oder aus dem Harz.
Zurück geht es über einen steileren Abstieg durch die „Teufelskammer“, der nächste passende Ort für eine teuflische Geschichte. Auf dem Wallmannsweg mit Erklärungen zum Deister-Steinkohleabbau geht es zurück zum Nienstedter Pass. Hier quert die Wandergruppe den Passparkplatz und erreicht den Polenzweg. Auf diesem geht es abwärts  zurück in die Wennigser-Mark. Eine weitere Rast mit Rucksackverpflegung ist in der Polenzweghütte nahe dem Schleifbachtal geplant. Auf dem alten Kohlenweg geht es vorbei an Relikten der Kohleförderung im Schleifbachtal zum „Teufelssprung“. Hier sollen der Sage nach einst die  Bergleute den Teufel vertrieben haben.
Ab der Wennigser-Mark (Waldwinkel) hat die Wandergruppe die Möglichkeit im Stundentakt mit der Buslinie 562 nach Wennigsen zu fahren, oder am Bahnhof Egestorf die S-Bahnverbindungen zu nutzen.
Die gesamte Wanderstrecke beträgt zehn bis elf Kilometer. Einen Aufstieg gibt es nur vom Nienstedter Pass zum Nordmannsturm.  Etwa 400 Meter lang ist der steilere Abstieg durch die „Teufelskammer“ zum Wallmannsweg. Festes Schuhwerk und Wanderausrüstung sind zu empfehlen. Jeder Wanderer bringt seine Verpflegung im Rucksack mit. Die reine Wanderzeit beträgt gute vier Stunden zuzüglich Pausen für das Essen und die Geschichten am Wegesrand. Pro Person kostet die Führung 6 Euro und die Mindestteilnehmerzahl liegt bei zehn Personen. Eine Anmeldung ist erforderlich.