Holtensen. Die Ortsfeuerwehr Holtensen hat ihr 130-jähriges Bestehen mit einem Kommers im Festzelt gefeiert. Ortsbrandmeister Björn Landeck blickte auf die lange Geschichte der Wehr zurück, ehrte verdiente Kameraden und konnte mehrere Beförderungen vornehmen. Auch die Gastredner würdigten die Bedeutung der Feuerwehr für die Sicherheit und das Zusammenleben im Ort.
Ortsbrandmeister Björn Landeck begrüßte die Gäste aus Politik und Feuerwehr zum Kommers im Festzelt. Zunächst hielt er eine Schweigeminute für den verstorbenen Kameraden Maik Biela ab.
Am 11. März 1896 wurde die Ortsfeuerwehr gegründet, fuhr Landeck fort. 22 Männer hätten sich damals zusammengefunden. Christian Gehrke wurde damals zum Hauptmann gewählt. Ab 1900 wurde die Einsatzausrüstung in der ehemaligen Zollstation an der heutigen B217 gelagert. Landeck ging in seinem Rückblick auch auf diverse Material- und Fahrzeuganschaffungen ein. 1958 folgte der Umzug in das durch viel Eigenleistung aus einem Schuppen umgebaute Feuerwehrhaus an der Bergstraße, Ecke Linderter Straße. 1985 wurde das Grundstück Linderter Straße gekauft, wo 1987 der Einzug in das Feuerwehrhaus folgte. 1986 wurde zum 90-jährigen Jubiläum die Jugendfeuerwehr gegründet. 2012 wurde das Feuerwehrhaus um einen Stellplatz erweitert. 2024 wurde die Kinderfeuerwehr gegründet. Für 2026 hofft die Ortswehr auf ein neues Fahrzeug (GW-L1), mit dem die Kameraden für die Einsatzhygiene in der Gemeinde verantwortlich werden.
Die Ortsfeuerwehr Holtensen hat 356 Mitglieder, davon 32 in der Einsatzabteilung, 20 in der Jugendfeuerwehr und 12 in der Kinderfeuerwehr sowie 16 in der Altersabteilung.
Ehrungen und Beförderungen
Aus gegebenem Anlass ehrte die Feuerwehr unter Vorbehalt Friedrich Krone und ernannte ihn zum Ehrenortsbrandmeister. Auch wenn das Fest der richtige Ort für diese Ehrung sei, müsse formell noch bei der nächsten Jahreshauptversammlung abgestimmt werden. „Wir sind uns in der Einsatzabteilung aber einig“, so Landeck. Krone nahm die Ehrung sichtlich gerührt entgegen und erhielt viel Applaus.
Von Gemeindejugendwart Marcel Ryback erhielt Thorsten Kurland das Ehrenzeichen der Jugendfeuerwehr für seinen jahrelangen Einsatz für die Kinder- und Jugendfeuerwehr.
Befördert wurden:
Anke Siegmann zur Feuerwehrfrau
Titus Ogsoka zum Feuerwehrmann
Jan-Friedrich Kreimeyer zum Feuerwehrmann
Laura Weißmann zur Oberfeuerwehrfrau
Frank Eigenwald zum Hauptfeuerwehrmann
Christoph Püschel zum Löschmeister
Tim Mantlik zum Löschmeister
Patrick Glynn zum Ersten Hauptlöschmeister
Björn Landeck zum Brandmeister
Felix Kurland wurde aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen.
Gastredner loben lange Tradition in Holtensen
„Seit 130 Jahren setzen sich in Holtensen die Menschen für die Sicherheit ein und das über Generationen hinweg“, lobte Bürgermeister Ingo Klokemann. Zum Hochwasser vor drei Jahren habe Holtensen bewiesen, dass man hier zusammenhalte. Das Feuerwehrwesen würde zeigen, wie wir das Zusammenleben verstehen würden. „Mit Pflichtbewusstsein und Verlässlichkeit.“ Doch die Feuerwehr sei mehr als das Anfahren von Einsätzen. Das Zeltfest würde beweisen, wie wichtig die Feuerwehr auch für das Dorfleben sei. „Dieser Zusammenhalt entsteht nicht erst in der Situation, sondern entwickelt sich über lange Zeit“, dankte der Bürgermeister den Kameraden und den Familien im Hintergrund.
Ortsbürgermeister Wilhelm Subke dankte für den Mut und die Einsatzbereitschaft, mit der Jung und Alt in der Feuerwehr alle Einsatzlagen meisterten. „Ihr seid die Helden des Alltags.“ Helge Jakob, stellv. Brandschutzabschnittsleiter II, zeigte sich stolz über die lange Tradition der Ortsfeuerwehr. „Ihr könnt stolz auf eure Arbeit sein, was hier aufgebaut wurde und hoffentlich noch für lange Zeit so bestehen bleibt.“ Gemeindebrandmeister Jörg Ommen schloss sich den Dankesworten an. Besonders dankte er Ortsbrandmeister Björn Landeck und seinem Stellvertreter Patrick Glynn: „Ihr hattet zu Beginn eurer Amtszeit keine leichte Ausgangslage, aber was ihr aus dieser Ortswehr gemacht habt und wie ihr die Kameradschaft wieder aufgebaut habt – dafür meinen Dank und Respekt.“
Landeck eröffnete anschließend die Tanzfläche und dankte allen, die sich bei den langen Vorbereitungen für das Zeltfest engagiert haben.



