Wennigser Mark. Die Ortsfeuerwehr Wennigser Mark hat im Rahmen ihres Jahresberichts 2025 eine positive Bilanz gezogen. Ortsbrandmeister Holger Friedrichs stellte insbesondere die stabile Einsatzlage und die erfreuliche Mitgliederentwicklung in den Mittelpunkt. Die Zahl 112 hat passenderweise eine besondere Bedeutung.
323 Mitglieder – 112 mehr seit 2022
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 zählte die Feuerwehr insgesamt 323 Mitglieder. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von zehn Mitgliedern. „Es ist das dritte Jahr in Folge mit steigenden Zahlen“, freute sich Ortsbrandmeister Friedrichs. Besonders bemerkenswert: Seit Ende 2022 verzeichnet die Feuerwehr einen Mitgliederzuwachs von insgesamt 112 Personen. „112 – hier ist die Zahl Programm!“
Die Mitglieder verteilen sich auf 32 Aktive in der Einsatzabteilung, 8 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, 11 Kinder in der Kinderfeuerwehr, 4 Kameradinnen und Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung und 268 Fördermitglieder.
Neun Einsätze und über 2.300 Stunden Engagement
Im Jahr 2025 wurde die Ortsfeuerwehr zu insgesamt neun Einsätzen alarmiert. Diese gliederten sich in zwei Brandeinsätze, drei technische Hilfeleistungen, zwei Übungen auf Gemeindeebene sowie zwei Brandsicherheitswachen.
Neben den Einsätzen leisteten die Kameradinnen und Kameraden zahlreiche Stunden für Ausbildung, Übungsdienste, Besprechungen und organisatorische Aufgaben. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 2.310,5 Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammen.
Ehrungen
Markus Sandrock-Geske und Dirk Klockemann wurden mit der Hochwasserehrennadel ausgezeichnet.
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Stefan Dannert und Ralf Schönfeld geehrt.
Peter Schönfeld wurde für 50 Jahre Verdienste im Feuerlöschwesen geehrt.
Von den fördernden Mitgliedern wurden Verena Weber und Sven Rump für 25 Jahre geehrt sowie Horst Kaufmann für 40 Jahre. Für 50 Jahre wurde Dietmar Schwalbe geehrt.
Ulrich Haase wurde zum Ehrenmitglied ernannt.
Beförderungen
Ben Lühmann und Christoph Voigt wurden zu Feuerwehrmännern befördert. Mia-Francis Lösche ist nun Oberfeuerwehrfrau, und Torben Lindhorst darf sich Hauptfeuerwehrmann nennen. Julia Heumann-Friedrichs wurde zur Löschmeisterin befördert. Markus Sandrock-Geske wurde zum 1. Hauptlöschmeister befördert.
Besondere Herausforderungen
In seinem Bericht sprach Ortsbrandmeister Friedrichs auch einige Herausforderungen an. Aufgrund der geografischen Lage sei die Feuerwehr Wennigser Mark die am weitesten vom Gemeindekern entfernte Ortswehr – ein Faktor, der bei Alarmierungen und taktischen Entscheidungen stets berücksichtigt werden müsse.
Zudem nehme die Bürokratie stetig zu und binde wertvolle Zeit. Gleichzeitig forderte Friedrichs mehr gesellschaftliche und politische Anerkennung für das Ehrenamt. Die Einsatzkräfte seien unentgeltlich und rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, für die Bürgerinnen und Bürger einsatzbereit. Deutlich formulierte er auch die Forderung: Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte.
Investition in die Zukunft
Ein wichtiges Thema des vergangenen Jahres war die Anschaffung einer Zeltgarage für den Mannschaftstransportwagen. „Die Entscheidung war zunächst kritisch diskutiert worden, hat sich angesichts der Witterungsbedingungen jedoch als richtig und notwendig erwiesen“, so der Ortsbrandmeister. Der Schutz von Fahrzeug und Ausrüstung sichere langfristig die Einsatzbereitschaft.
Über 40 Jahre im Amt
Zum Kassenbericht übernahm Peter Werner das Redepult. Neben dem Kassenbericht erinnerte er daran, dass er das Amt seit über 40 Jahren innehat. „Hätte man mir 1985 gesagt, wie lange ich das Amt übernehmen muss, hätte ich vielleicht noch mal überlegt“, erklärte er mit einem Augenzwinkern und erhielt für seine langjährige Arbeit viel Applaus.
Grußworte der Gäste
Bürgermeister Ingo Klokemann lobte die Verlässlichkeit der Ortswehr. Gerade im kleinen Ortsteil Wennigser Mark zeige sich, was Feuerwehr in einem Ort ausmache. Zur Zeltgarage konnte der Bürgermeister mitteilen: „Wir haben den Bauantrag für eine Garage bei der Region gestellt, aber leider noch keine Genehmigung erhalten, um loszulegen.“ Mit Rückblick auf den Großbrand an der ehemaligen Polizeischule habe sich gezeigt, wie wichtig jede Ortswehr sei, aber auch die Zusammenarbeit und das Miteinander zwischen den Ortswehren – auch über die Gemeindegrenze hinaus.
Ortsbürgermeister Holger Dorl dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement und lobte die Jugendarbeit. Außerdem gratulierte er zum Mitgliederzuwachs und dazu, dass die Zielmarke von 333 Mitgliedern wohl bald erreicht sei.
Gemeindebrandmeister Jörg Ommen stellte sich und seinen Stellvertreter Michael Hirt als die „Neuen“ noch einmal vor. Darüber hinaus gab er einen Einblick in die Arbeit der Gemeindefeuerwehr, wie z. B. Fahrzeugbeschaffungen, die Anschaffung von Schnelleinsatzzelten zur Einsatzhygiene und den Ausbildungsstand.
Aus Barsinghausen waren die Nachbarwehren aus Egestorf und Kirchdorf angereist. Die Egestorfer Kameraden übernahmen die Bewirtung. Der Egestorfer Ortsbrandmeister Jan-Henrik Büthe lobte ebenfalls die Zusammenarbeit mit den Kameraden der Wennigser Mark.
Zum Abschluss leitete Ortsbrandmeister Friedrichs in den gemütlichen Teil der Sitzung mit einem gemeinsamen Essen über. Er dankte noch einmal allen Beteiligten, seinem Stellvertreter, Rat und Verwaltung sowie allen Funktionsträgern für ihren Einsatz für das Gelingen in der Ortswehr. „Das ist nicht selbstverständlich. Gut Wehr.“


