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Beliebter Weihnachts- und Osterbaum im Deister beschädigt – ist die Tradition damit vorbei?

Quelle: Winfried Gehrke

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Wennigsen/Deister. Er war ein beliebter Wegpunkt im Deister – der Weihnachts- und Osterbaum an der Kreuzung Klagesbornweg/Neuer Weg. Nicht nur die Fichte selbst ist in den vergangenen zehn Jahren gewachsen, auch ihre Geschichte und Beliebtheit sind stetig größer geworden. Nun scheint die Tradition ein trauriges Ende gefunden zu haben.

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„Nun liegt der Baum am Boden“

„Ja, er liegt danieder“, erklärt Winfried „Deister-Winnie“ Gehrke enttäuscht, „Die Tanne wurde bei Forstarbeiten an den Wegen ebenfalls entwurzelt und liegt nun zerteilt am Boden.“

Vor zehn Jahren sei die Tanne aus Totholz, einem alten Baumstumpf, gewachsen. „Das war natürlich ein schönes Bild, wie aus einem Ende etwas Neues wächst“, erinnert sich Deister-Winnie. All die Jahre habe er die kleine Tanne gepflegt und beobachtet und sie zu Weihnachten und Ostern entsprechend geschmückt.

„Viele Wanderer und Biker haben sich an der Tanne erfreut und es war ein kleines Highlight auf dem Weg durch den Deister.“ Gehrke selbst baute den Baum auch in seine Besuchertouren durch den Deister ein.

„Eine Weihnachtskugel und ein Osterei blieben immer hängen, damit die Forstarbeiter wissen: Dieser Baum soll hier stehen bleiben“, so Gehrke weiter. „Das hat zehn Jahre funktioniert. Nun liegt der Baum am Boden. Es war sicherlich keine böse Absicht, aber traurig ist es schon.“

Wanderer und Biker trauern um den Baum

Schnell habe er Nachrichten und Bilder von Wanderern und Bikern erhalten, nachdem der Baum gefällt worden war. Zwischenzeitlich habe er sich auch selbst ein Bild von der Situation gemacht.

„Alle sind traurig, dass der Baum nun Geschichte ist. Kinder haben dort gerne Wunschzettel zu Weihnachten abgelegt. Denen fehlt der Baum dieses Jahr besonders.“

Kultcharakter und Geschichte machten den Baum besonders

Jetzt einfach einen anderen Baum schmücken? Für Deister Winnie ist das undenkbar. „Zehn Jahre Tradition sind nun weg. Alles hat einen Anfang und ein Ende. So ist das leider. Die Tanne war besonders aufgrund ihrer Geschichte. Da kann man nicht einfach einen anderen Baum nehmen, der diese Tradition ersetzen soll.“

Es seien auch die Geschichten rund um die Tanne gewesen, die sie neben der Tradition besonders gemacht hätten. „Als der Baum größer wurde und ich die Spitze nicht mehr erreichen konnte, haben Wanderer und Biker mir beim Schmücken der Baumspitze geholfen. Es lagen zu den Feiertagen kleine Geschenke unter dem Baum.“

„Das alles ist nun vorbei und kann nicht einfach ein paar Meter weiter mit einem x-beliebigen Baum ersetzt werden.“

Damit scheint die Tradition nach zehn Jahren ein Ende gefunden zu haben. Doch vielleicht entsteht aus diesem Ende auch wieder etwas Neues.

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