Wennigsen. Am Dienstag ging das Historische Freischießen 2026 zu Ende. Es war heiß, es war schön, es war lustig, es war musikalisch – und die ganze Gemeinde feierte gemeinsam ein tolles Fest. Am sogenannten „Dölmschen-Dienstag“ stand der Spaß aber ganz besonders im Vordergrund – gerade am Abend nach dem Abschwenken.
Zum Abschluss am Dienstag werden die strengen Abläufe beim Festumzug etwas lockerer ausgelegt, und auch die Uniformen werden durch so manches lustige Accessoire ergänzt oder gleich komplett ausgetauscht. So tauschte die Garde Weiß ihre Hosen gegen Schottenröcke, es wurden schottische Fahnen geschwenkt, und Björn Urban von der Garde Weiß konnte seinen alten Bekannten Dieter Wittnebel überzeugen, beim Umzug Dudelsack zu spielen. Dieser war dafür extra aus Osterode angereist.
Da der Kommandierende General Eckhard Rogge am Montag Schützenkönig wurde und diese Rolle beim Festumzug einnahm, übernahm Dirk Niemann, Minister, in Vertretung den Part. Die drei Garden marschierten dann mit sieben Zügen und 180 Mann sowie der Landsturm mit zwei Zügen und 132 Mann durch die Innenstadt. Halt wurde auch beim Lazarett im Lutterbrinkstraße gemacht, was bei den Temperaturen eine willkommene Erfrischung war.
Nach dem Abschwenken am Abend wurde bekannt gegeben, dass Stefan Zwing, Oberfahnenschwenker der Garde Gelb (Grenadiere), zum letzten Mal die Fahne geschwenkt hat.
Aktiver Major Lars Hagedorn, zwischenzeitlich selbst im Schottenrock, bedankte sich anschließend bei allen Teilnehmern der Garden, den Offizieren, den Schaffern, Ehrendamen, der Artillerie, den Scheiben- und Fahnenträgern, den Musikzügen, den Zuschauern und allen anderen, die im Hintergrund mitgeholfen haben, dieses Fest zu dem zu machen, was es geworden ist.
Er gab dann die Paradelinie frei, damit alle gemeinsam auf der Festwiese tanzen konnten. Manchem Blick konnte man entnehmen, dass es anstrengende, aber schöne Tage waren und es nun wieder drei Jahre dauern wird, bis es in Wennigsen wieder heißen wird: „Vivat hoch, Vivat hoch, Vivat hoch!“




