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Naturschutzvereine bauen in Holtensen eine Käferburg

Foto: BUND / S. Buggle.

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Holtensen. Mitglieder der Naturschutzvereine NABU und BUND haben auf der Streuobstwiese hinter der Holtenser Kirche eine „Käferburg“ erbaut. Solch ein Lebensraum für Käfer und auch Insekten wird in einer Grube errichtet, in die senkrecht Stämme und Äste verschiedener Holzarten und -durchmesser eingegraben werden. Die Zwischenräume im Totholzbündel wurden abschließend mit einem Gemisch aus Holzhackschnitzeln, Sägespänen und Erde verfüllt.

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In Deutschland leben etwa 1.000 Käferarten, die Holz als Lebensraum benötigen, davon ist fast die Hälfte in Ihrem Bestand bedroht. Die Käfer erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur. Viele sind natürliche Schädlingsbekämpfer, Aasverwerter und unverzichtbare Nahrungsquelle für Vögel und andere Kleintiere, einige zählen auch zu den Bestäubern. Totholz ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Natur und ist inzwischen immer seltener zu finden, gerade die senkrecht stehenden Stämme sind wertvoll für den Naturkreislauf, da sie langsamer verwittern und daher, vor allem Pflanzen- und Pilzarten einen adäquaten Lebensraum bieten. Unter den Käfern wiederum gibt es Holzbewohner die sich von Holz, insbesondere von Holzmulm ernähren. Andere ernähren sich von Pilzen, die auf dem verrottenden Holz wachsen.

Die Käferburg wurde in mehreren Arbeitseinsätzen von den Naturschützern errichtet. Das Areal hinter der Holtenser Kirche mit Streuobstwiese, Insektenhotel, Vogellehrpfad und der Holtenser Doppelacht wurde mit der Fertigstellung um einen weiteren ökologischen Höhepunkt bereichert.