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Neue Wählergemeinschaft „Für Wennigsen!“ stellt Bürgermeisterkandidaten Daniel Stein vor

Daniel Stein (vorne) tritt als parteiloser Bürgermeisterkandidat für die neue Wählergemeinschaft "Für Wennigsen!" an. (v.l.) Sabrina Pappermann, Matthias Fetköther, Carsten Fink und Markus Hugo von der neuen Wählergruppe.

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Wennigsen. In Wennigsen hat sich mit „Für Wennigsen!“ eine neue Wählergemeinschaft gegründet, die bei der kommenden Kommunalwahl antreten wird. Die Initiative entstand nach Angaben der Beteiligten aus dem Gefühl heraus, dass sich die Stimmung im Ort in den vergangenen Jahren verändert habe und der Zusammenhalt zwischen den Menschen schwächer geworden sei. Die Gruppe stellte nun auch ihren parteilosen Bürgermeisterkandidaten vor.

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Erste Treffen der Gruppe gab es bereits im September des vergangenen Jahres. Rund ein Dutzend Bürger aus Wennigsen schloss sich damals zusammen, um über politische Themen in der Gemeinde zu diskutieren und mögliche Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Im Laufe der folgenden Monate traf sich die Gruppe regelmäßig, um Inhalte zu erarbeiten und ein gemeinsames Wahlprogramm zu entwickeln. Ende Januar wurde die Wählergemeinschaft schließlich im Restaurant Steinkrug offiziell nach dem Niedersächsischen Kommunalwahlrecht gegründet.

Vor wenigen Tagen konstituierte sich die Gruppe abschließend und wählte einen Vorstand. Sprecherin ist Sabrina Pappermann, ihre Stellvertreterin Britta Fink, die Funktion des Kassenführers übernimmt Markus Hugo.

Die Wählergemeinschaft plant, mit einer eigenen Liste für den Gemeinderat sowie für einige Ortsräte anzutreten. Die Aufstellungsversammlung für die Kandidatinnen und Kandidaten soll im Mai oder Juni stattfinden.

Daniel Stein als Bürgermeisterkandidat nominiert

Im Anschluss an die Vorstandswahl nominierte die Mitgliederversammlung einstimmig Daniel Stein als Bürgermeisterkandidaten.

Die Initiatoren betonten, dass es für die junge politische Gruppe ein wichtiger Schritt sei, neben einem Wahlprogramm auch einen Kandidaten für das Amt des Verwaltungschefs präsentieren zu können. Damit wolle man den Bürgern eine zusätzliche Wahlmöglichkeit bieten.

Verwurzelt in Wennigsen

Daniel Stein ist 32 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Kindes. In Wennigsen ist er seit vielen Jahren auch durch sein ehrenamtliches Engagement bekannt. 28 Jahre lang spielte er Fußball beim TSV Wennigsen, zudem ist er Mitglied im Vorstand der Fußballsparte.

Beruflich begann Stein mit einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Anschließend arbeitete er für seinen Ausbildungsbetrieb unter anderem in Magdeburg und Springe als Recruiter.

Seit 2019 ist er bei der Gemeinde Wennigsen tätig, zunächst als Sachbearbeiter im Bürgerbüro. Nach einer Weiterbildung zum Verwaltungswirt im Jahr 2020 übernahm er 2022 die Leitung des Bürgerbüros.

Seine Kandidatur habe Stein frühzeitig intern kommuniziert. Neben dem amtierenden Bürgermeister informierte er auch die Vorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien sowie den Vorsitzenden des TSV Wennigsen über seine politischen Pläne.

Vom 16. März bis Anfang Oktober wird Stein zunächst in Elternzeit sein. Nach eigenen Angaben habe er sein Team im Bürgerbüro auf diese Zeit vorbereitet. Bereits im Winter habe er zwei Monate Elternzeit genommen – der Dienstbetrieb habe problemlos funktioniert.

Bezahlbarer Wohnraum als wichtiges Thema

Inhaltlich nennt Stein mehrere Schwerpunkte für seine Kandidatur. Ein zentrales Anliegen ist bezahlbarer Wohnraum in Wennigsen.

„Denkbar ist beispielsweise die Gründung einer kommunalen oder interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Diese könnte Bauprojekte koordinieren und strategisch Grundstücke entwickeln“, erklärt Stein im Gespräch. Auch neue städtebauliche Ideenwettbewerbe oder Quartierskonzepte könnten laut Stein helfen, Wohnraum besser an die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen. „Ein Ziel sei es, dass Menschen auch im Alter in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können und nicht aus Wennigsen wegziehen müssen.“

Wirtschaft stärken und Einnahmen erhöhen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt für Stein auf der wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde. Neben Einsparungen müsse es auch darum gehen, zusätzliche Einnahmen zu generieren.

Eine Möglichkeit sieht er darin, bestehende Gewerbeflächen neu zu entwickeln oder brachliegende Flächen umzunutzen. „Auch eine Stadtentwicklungsgesellschaft – gegebenenfalls gemeinsam mit Nachbarkommunen – könnte hierbei eine Rolle spielen.“

Neue oder modernisierte Gewerbeflächen könnten laut Stein mehrere positive Effekte haben: „Steigende Gewerbesteuereinnahmen, wohnortnahe Arbeitsplätze und eine stärkere Kaufkraftbindung in der Gemeinde.“

Straßen und Infrastruktur verbessern

Ein weiteres Thema betrifft den Zustand vieler Straßen und Verkehrsflächen. Nach Einschätzung Steins gibt es in mehreren Bereichen baulichen Nachholbedarf, der Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleichermaßen betrifft.

Er plädiert dafür, stärker auf bauliche Lösungen zur Verkehrsberuhigung – etwa Fahrbahnverengungen, Verkehrsinseln oder Umgestaltungen von Straßen – statt ausschließlich auf Tempolimits oder zusätzliche Verkehrszeichen zu setzen.

Mehr Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen

Besonders wichtig ist Stein die interkommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. „Viele Herausforderungen könnten effektiver gelöst werden, wenn Kommunen gemeinsam handeln“, so der Bürgermeisterkandidat.

Das betreffe unter anderem Themen wie Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung oder Infrastrukturprojekte. Durch gemeinsame Gesellschaften oder abgestimmte Planungen könnten Ressourcen gebündelt und Projekte schneller umgesetzt werden. „Wir müssen uns unsere Verantwortung zurückholen“, so Daniel Stein abschließend.

Vorstellung in der Öffentlichkeit

Am Dienstagabend stellte sich Daniel Stein dann auch erstmals öffentlich vor. Im Biergarten der Pinkenburg kam er nach seiner Vorstellung mit Bürgern ins Gespräch. Nach Ostern plant er zudem eine Tour durch alle Ortsteile der Gemeinde. Bürger können ihn dort persönlich kennenlernen.

Die Termine sollen montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr stattfinden.

Weitere Informationen dazu sind auf seiner Internetseite (www.stein-fuer-wennigsen.de) veröffentlicht.

Ein Interview mit Daniel Stein ist auch in unserem Printmagazin "Wennigsen Life Magazin" zu finden.  

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