Evestorf. Mit einem festlichen Kommers, zahlreichen Grußworten und einem Blick in die Zukunft hat die Ortsfeuerwehr Evestorf den Auftakt ihres Jubiläumswochenendes gefeiert. Zum 100-jährigen Bestehen kamen Gäste aus Feuerwehr, Politik und dem Ort zusammen, um ein Jahrhundert ehrenamtlichen Engagements zu würdigen. Neben Rückblicken auf die Geschichte der Wehr standen auch die Planungen für ein gemeinsames Feuerwehrhaus mit der Ortsfeuerwehr Bredenbeck im Mittelpunkt des Abends.
Ortsbrandmeister Harm Kolberg begrüßte Gäste aus Feuerwehr, Politik und dem Ort sowie Bürgermeister Ingo Klokemann und Vertreter der Feuerwehrführung. Zunächst dankte Kolberg der Familie Herbst, die ihre Scheune inklusive Strom- und Wasserversorgung für die Feierlichkeiten zur Verfügung stellt. Ein weiterer Dank galt den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr sowie dem DRK, dessen Mitglieder die Scheune in eine Festhalle verwandelt hatten.
„100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Evestorf. Das sind 100 Jahre Geschichten, 100 Anekdoten und unzählige Einsätze, Übungsabende, Veranstaltungen und mehr“, sagte Kolberg. Für das Jubiläum wurde eigens eine 65-seitige Festschrift zur Geschichte der Ortswehr erstellt.
Blick in die Zukunft mit gemeinsamem Feuerwehrhaus
Neben dem Rückblick wagte Kolberg auch einen Blick in die Zukunft. Demnach werde sich die Ortsfeuerwehr Evestorf künftig ein Feuerwehrhaus mit der Ortsfeuerwehr Bredenbeck teilen. „Ich bin sicher, dass diese Zusammenarbeit gut funktionieren wird. Doch wir werden unsere DNA als eigenständige Ortswehr behalten und auch in fünf Jahren hier wieder unser Jubiläum feiern“, erklärte Kolberg. Erste Planungen und Gespräche zum gemeinsamen Feuerwehrhaus hätten bereits begonnen. „Dies wird Einsätze und Dienste verändern, aber wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen“, zeigte sich der Ortsbrandmeister zuversichtlich.
Grußworte aus Feuerwehr und Politik
Musikalische Grußworte überbrachte die Chorgemeinschaft Fidelia, die bereits bei der Kranzniederlegung gesungen hatte. Der Chor dankte der Feuerwehr für 100 Jahre Einsatzbereitschaft bei Tag und Nacht. Der Chor dankte für 100 Jahre Hilfsbereitschaft bei Tag und Nacht, wenn andere Menschen Angst hätten und Hilfe bräuchten.
Bürgermeister Ingo Klokemann bezeichnete die Feuerwehr Evestorf als Institution des Ortes. „Bei 100 Jahren denkt man an die Gründungsmitglieder, alle Ehrenamtlichen, die ihren Dienst geleistet und den Grundstein für diese Gemeinschaft gelegt haben. Bis zu den Kameraden heute, die stets den Bürgern Hilfsbereit zur Seite stehen.“ Eine Feuerwehr, so der Bürgermeister weiter, präge einen Ort, so wie ein Ort seine Feuerwehr trage. Klokemann dankte allen Kameraden und den Familien die unterstützend im Hintergrund stehen. Das neue gemeinsame Feuerwehrhaus werde ein neues Kapitel sein. Die Eigenständigkeit solle aber erhalten bleiben, genau wie das Vertrauen in die Wehr, dass würden auch die geplanten Fahrzeugbeschaffungen zeigen. Helge Jakob, stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter II, überbrachte die Grüße der Region Hannover und betonte: „Feuerwehr ist mehr als Technik – sie ist Gemeinschaft.“
Helge Jakob, stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter II, überbrachte Grußworte von der Region. Er dankte den Kameraden für die Einsatzbereitschaft. Feuerwehr sei mehr als Technik: „Sie ist Gemeinschaft.“ Gerade in kleinen Orten sei die Feuerwehr eine große Stütze der Gesellschaft. Gemeindebrandmeister Jörg Ommen schloss sich den Danksagungen an. Er dankte für den Mut für dieses Fest, für den Mut für ein gemeinsames Feuerwehrhaus und den täglichen Mut, auf Einsätze zu fahren.
Auch Isabell Bade vom DRK hob die gute Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr hervor.
Kritik an fehlenden Hochwasser-Medaillen
Vor den Ehrungen äußerte Ortsbrandmeister Kolberg Kritik an der Gemeindeverwaltung. Hintergrund war, dass die Hochwasser-Medaillen für den Einsatz beim Weihnachtshochwasser 2023 erneut nicht übergeben werden konnten. „Noch immer haben nicht alle Kameraden diese Ehrung für ihren Einsatz beim Weihnachtshochwasser 2023 erhalten“, sagte Kolberg in Richtung Bürgermeister Klokemann. „Auch so zeigt sich, ob man das Ehrenamt wirklich schätzt oder ob es nur Worte sind.“ Die Ortsfeuerwehr wolle die Medaillen nun im kleineren Rahmen selbst überreichen.
Ehrungen und Tanzaufführung
Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden dann Ernst Herbst und Hartmut Falkenberg geehrt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielt Heiko Holzapfel eine Auszeichnung. Zudem wurde das fördernde Mitglied Gisela Bahlmann geehrt.
Zum Abschluss des Kommers führte die Ortsfeuerwehr Evestorf noch einen Tanz auf und wurde anschließend zu einer Zugabe aufgefordert. Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Musikzug Bredenbeck.
Weitere Veranstaltungen am Wochenende
Am Samstag ist ein großer Festumzug mit anschließendem Fest in der Scheune geplant. Den Abschluss bildet am Sonntag ein Familienbrunch mit Unterstützung des Musikzuges der Feuerwehr Wennigsen.







