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Starkregenereignis in Bredenbeck – „Ein Regenrückhaltebecken kann nicht zu 100% schützen.“

Foto: privat.

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Bredenbeck. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Donnerstag, 27. Juni, eine Unwetterwarnung herausgegeben und vor Starkregen und Hagel gewarnt. Gerade in Bredenbeck musste dann auch die Feuerwehr aufgrund von Überschwemmungen ausrücken. Insgesamt gab es in der Gemeinde Wennigsen 40 Feuerwehreinsätze aufgrund des Unwetters. War das Regenrückhaltebecken in Bredenbeck überlastet?

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„Bei dem Unwetter am vergangenen Donnerstag kam es punktuell zu Regenfällen von ca. 80-90 l/m² (Ankündigung lt. Dt.Wetterdienst). Die Wassermassen waren so groß, dass die Gullys und das Kanalnetz diese kurzzeitig nicht aufnehmen konnten“, erklärt Bürgermeister Ingo Klokemann nun die Ereignisse.

Die Dimensionierung des Regenrückhaltebeckens (RRB) Bredenbeck Mitte und die Technik haben sich laut Gemeindeverwaltung bewährt. Große Wassermengen seien aufgefangen und wie geplant gedrosselt in die Beeke abgegeben worden. „Dadurch wurde das Kanalsystem ganz erheblich entlastet“, so der Bürgermeister weiter, „Die Erwartungshaltung, dass ein Regenrückhaltebecken in allen Fällen vor jeglicher Überschwemmung zu 100% schützt, kann allerdings nicht erfüllt werden.“

Das RRB Bredenbeck Mitte stellt die 2. Maßnahme des 3-stufigen Hochwasserschutzsystems für Bredenbeck und die Unterlieger dar. „Der Laves-Stauteich als 1. Maßnahme und das RRB Bredenbeck-Mitte als 2.Maßnahme sind bereits weitgehend abgeschlossen und haben beim Starkregenereignis sehr gut funktioniert. Die 3. und letzte Maßnahme ist für den Bereich Hohe Heide, süd-östlich vor Bredenbeck, vorgesehen“, erklärt Klokemann. Hier soll in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde der Region Hannover eine naturnahe Auenausbildung entstehen. „Die ursprüngliche Planung als Becken mit hoher Verwallung analog zum RRB Bredenbeck-Mitte hat die Region als zu naturfern abgelehnt“, so Klokemann.

Weitere Rückhaltebecken sind derzeit nicht geplant. Stattdessen werden weiterhin Schwach- und Engstellen im Kanalnetz beseitigt, um einen ungehinderten Abfluss des Wassers im System zu gewährleisten. „Eine weitere entscheidende Maßnahme ist die Entsiegelung von Flächen und die Vorgabe, Regenwasser auf dem Grundstück zu versickern, wo immer dies möglich ist“; so Bürgermeister Klokemann abschließend.