Hannover. Mit dem Beginn der Sommerferien in Niedersachsen und Bremen am Donnerstag, 2. Juli, steigt auch das Verkehrsaufkommen auf den Straßen deutlich an. Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung, der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie weitere Partner rufen Autofahrer deshalb zu einer guten Reisevorbereitung und besonderer Aufmerksamkeit auf..
Viele Urlauber starten in den kommenden Tagen mit dem Auto in die Ferien. Gleichzeitig reisen zahlreiche Gäste nach Niedersachsen. Dadurch ist auf Autobahnen und Bundesstraßen mit längeren Fahrzeiten, Staus und einem erhöhten Unfallrisiko zu rechnen.
Gute Vorbereitung sorgt für mehr Sicherheit
Die Veranstalter empfehlen, die Fahrt sorgfältig zu planen und genügend Zeit einzuplanen. Regelmäßige Pausen, ausreichend Getränke und Verpflegung sowie Informationen über die aktuelle Verkehrslage können dazu beitragen, Stress zu vermeiden. Zudem sollten Reisende Ausweichrouten im Blick behalten und ihre Fahrweise den Wetterbedingungen anpassen.
Vor Fahrtantritt sollten außerdem Sicherheitswesten für alle Insassen vorhanden sein, der Verbandskasten überprüft und das Warndreieck griffbereit sein. Auch eine sichere Ladungssicherung gehört zu den wichtigsten Vorbereitungen.
Ablenkung am Steuer bleibt eine große Gefahr
Ein Schwerpunkt der Ferienanfangsaktion ist die Aufklärung über Ablenkung im Straßenverkehr. Bereits wenige Sekunden Unaufmerksamkeit – etwa durch einen Blick auf das Smartphone oder das Navigationsgerät – können schwerwiegende Folgen haben. Zur Veranschaulichung simulierten die Johanniter-Unfall-Hilfe und der ADAC typische Verkehrssituationen. Die Landesverkehrswacht zeigte mit einem Ablenkungssimulator, wie schnell aus einer kurzen Unachtsamkeit ein schwerer Unfall werden kann.
Nach Angaben der Landesverkehrswacht legt ein Fahrzeug bei Tempo 100 in nur fünf Sekunden rund 140 Meter zurück – praktisch im Blindflug, wenn der Fahrer in dieser Zeit abgelenkt ist.
Rettungsgasse bilden und Abstand halten
Innenministerin Daniela Behrens appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, insbesondere bei Staus rechtzeitig eine Rettungsgasse zu bilden und an Engstellen das Reißverschlussverfahren anzuwenden. Zudem sei ein rücksichtsvolles Miteinander auf den Straßen gerade während der Ferienzeit besonders wichtig.
Auch die Autobahn GmbH weist darauf hin, ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten, insbesondere vor Stauenden. Vorausschauendes Fahren könne entscheidend dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und sicher am Urlaubsort anzukommen.
Die Johanniter erinnern außerdem daran, dass Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn nicht behindert werden dürfen. Jede Verzögerung könne im Ernstfall wertvolle Zeit kosten.
Mit einer guten Vorbereitung, ausreichend Pausen und voller Aufmerksamkeit am Steuer steht einer möglichst sicheren und entspannten Urlaubsreise nichts im Wege.

