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AFB-WG fordert Ersatz für Jugendwerkstatt

Kerstin Beckmann und Thomas Struß, Fraktion ‚Aktiv für Barsinghausen‘ (AFB-WG).

Barsinghausen. Nach der angekündigten Schließung der Jugendwerkstatt Labora zum 31. Juli 2026 fordert die Fraktion ‚Aktiv für Barsinghausen‘ (AFB-WG) die Schaffung eines neuen Angebots für sogenannte Schulpflichterfüller. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion nun an Bürgermeister Henning Schünhof übermittelt.

Nach dem Willen der AFB-WG soll die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Jugendhilfeeinrichtung Waldhof sowie der Region Hannover ein Konzept entwickeln, um in Barsinghausen mindestens zehn Plätze für Jugendliche bereitzustellen, die ihre Schulpflicht außerhalb des regulären Schulsystems erfüllen.

Nach Vorstellung der Fraktion sollen die Kosten das ursprünglich für die Jugendwerkstatt Labora vorgesehene Budget von rund 300.000 Euro für drei Jahre nicht überschreiten. Je nach Bedarf könnten mit den bereitgestellten Mitteln auch mehr als zehn Plätze geschaffen werden.

In der Begründung des Antrags verweist die AFB-WG auf steigende Schulabbrecherquoten in Niedersachsen. „Alternative Plätze für Schulpflichterfüller sind notwendig, weil die steigenden Schulabbrecherquoten in Niedersachsen eine strukturelle Lücke sichtbar machen: Jugendliche, die im Regelsystem nicht gehalten werden können, benötigen verlässliche, praxisorientierte und sozialpädagogisch eingebettete Lernorte“, heißt es in dem Antrag. Weiter führt die Fraktion aus: „Mit dem Wegfall der Labora entsteht in Barsinghausen eine akute Versorgungslücke, die ohne Ersatzangebote zu weiterem Schulversagen, erhöhtem Jugendhilfebedarf und langfristig höheren kommunalen Folgekosten führt.“

Die AFB-WG sieht in einer Zusammenarbeit mit dem Waldhof und der Region Hannover die Möglichkeit, ein dauerhaftes und pädagogisch abgesichertes Angebot vor Ort zu schaffen. „Wir würden damit für die Stadt ein klares, pädagogisch abgesichertes Angebot mit einer hier tätigen Einrichtung und zudem ortskundigem Know-how anbieten können“, begründet die Fraktion ihren Vorstoß.

Über den Antrag muss nun der Rat der Stadt Barsinghausen beraten und entscheiden.