Barsinghausen. Am Freitagnachmittag hat der SPD-Ortsverein Barsinghausen seine Aufstellungsveranstaltung für die Bürgermeisterwahl 2026 abgehalten. Der amtierende Bürgermeister Henning Schünhof trat erneut als Kandidat an. Der Vorstand hatte bereits einstimmig für ihn gestimmt und ihn vorgeschlagen – nun waren die Mitglieder gefragt.
Die Vorstandsvorsitzenden Susanne Lorch und Roman Schwikowski begrüßten die rund 40 Mitglieder und Gäste in der Waschkaue des Zechensaals. Zunächst wurden Grußworte von Ex-Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) per Video eingespielt.
Die Landtagsabgeordnete Claudia Schüßler (SPD) zeigte sich erfreut, dass Schünhof sich noch einmal zur Wahl stellte. „Wir finden, dass er den Job toll macht und waren uns daher auch schnell einig, ihn wieder zu unterstützen.“ Er habe viel in der Verwaltung verändert, für weniger Personalwechsel der Mitarbeiter gesorgt und Projekte konsequent angepackt. „Du bist in die Kitas gegangen und hast Betreuung zur Chefsache gemacht, und du hast viele Straßensanierungen angeschoben, was nun die vielen Baustellen zeigen“, so Schüßler weiter. „Auch wichtige Gewerbeansiedlungen sind gelungen, um die Einnahmen durch die Gewerbesteuer zu steigern.“
Dies sei kein Zufall gewesen, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Als einzige Schwäche Schünhofs sehe sie seine zurückhaltende Art. „Andererseits präsentieren sich andere in den sozialen Medien sehr laut. Gerade online herrscht mehr Schein als Sein.“
Rückblick auf die erste Amtszeit
Henning Schünhof bat anschließend bei seiner Vorstellung als Bürgermeisterkandidat noch einmal um das Vertrauen für eine weitere Amtszeit. Im Mittelpunkt seiner Rede standen die Themen Verlässlichkeit, Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der Stadt.
Rückblickend erinnerte Schünhof an die schwierigen Rahmenbedingungen zu Beginn seiner Amtszeit, die von der Corona-Pandemie, der Energiekrise und weiteren Herausforderungen geprägt gewesen seien. Trotz dieser Krisen habe die Stadt wichtige Projekte vorangebracht und einen lange aufgestauten Investitionsbedarf angegangen.
„Es war zu viel liegen geblieben, was angeschoben werden musste, damit es nicht noch teurer werden würde.“
Große Projekte für die kommenden Jahre
Als zentrale Erfolge nannte Schünhof unter anderem den Neubau der Wilhelm-Stedler-Schule, den geplanten Neubau des Wasserwerks, Investitionen in die Feuerwehren, den Ausbau des Glasfasernetzes sowie die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Stadtwerken und Stadtentwässerung. Sein Anspruch sei dabei stets gewesen, Probleme nicht nur zu benennen, sondern konkrete Lösungen umzusetzen.
Für die kommenden Jahre kündigte Schünhof weitere große Vorhaben an. „Die Sanierung des Schulzentrums am Spalterhals steht vor uns, denn die Zukunft unserer Stadt liegt in den Klassenzimmern. Ein Neubau des Hallenbades ist eine Investition in Daseinsvorsorge und kein Luxus, denn es braucht Angebote für Familien und Kinder müssen schwimmen lernen.“
Auch die Erweiterung und Modernisierung der Grundschulen im Hinblick auf den Ganztagsanspruch sowie weitere Investitionen in die kommunale Infrastruktur und Daseinsvorsorge würden wichtige Themen bleiben.
Ortsteile im Fokus
Besonders hob Schünhof die Bedeutung der Ortsteile hervor. „Diese sind das Herzstück von Barsinghausen und müssen weiterhin durch Investitionen, gute Infrastruktur, schnelles Internet sowie die Unterstützung von Vereinen und ehrenamtlichem Engagement gestärkt werden.“
Schünhof betonte mehrfach, dass Politik nur dann erfolgreich sein könne, wenn sie nah an den Menschen bleibe, Verantwortung übernehme und Entscheidungen treffe.
Einstimmiges Votum der Mitglieder
Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl 2026 rief Schünhof seine Unterstützer dazu auf, gemeinsam für eine positive Entwicklung Barsinghausens zu arbeiten. Sein Ziel sei es, die Stadt weiterhin aktiv zu gestalten und die begonnenen Projekte konsequent fortzuführen. Er dankte auch seiner Ehefrau und seinen zwei Söhnen für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. „Packen wir es an.“
Anschließend ging es zur Wahl. Die Mitglieder der SPD stimmten einstimmig für Henning Schünhof als Bürgermeisterkandidaten, wurde nach dem Auszählen verkündet.
Damit startet nun auch die SPD offiziell in den Wahlkampf. Die Kommunalwahl findet am 13. September 2026 statt.





