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Leserbrief: Höchste Zeit unsere maroden Schulen zu sanieren

Barsinghausen. Barsinghausen schiebt Investitionen von 640 Millionen Euro vor sich her. Es gibt eine Prioritätenliste für die Projekte und es gibt Ideen zu Einsparungen. So wurde jüngst das Projekt zur Sanierung des Ankunftsplatzes am Besucherbergwerk von 1,8 Millionen Euro auf 50.000 Euro reduziert. Die CDU hat nun einen Antrag auf den Weg gebracht, um die Lisa-Tetzner-Schule aus Kostengründen dauerhaft in der Bert-Brecht-Schule unterzubringen. Dazu ein Leserbrief von Dagmar Täger aus Barsinghausen:

„Höchste Zeit unsere maroden Schulen zu sanieren

Unglaublich und nicht nachvollziehbar, wie die CDU die schon längst überfällige Sanierung des Schulzentrums zum Stoppen bringen will. Eigentlich hätte man aus den Erfahrungen mit der Wilhelm-Stedler-Schule schon lernen müssen. Dort erfolgten auch keine Sanierungsmaßnahmen – es wurde sich kaputt gespart bis aus den ursprünglichen 7 Millionen nun 27 Millionen für den Neubau wurden! Ich habe 10 Jahre dafür gekämpft, dass hier etwas passiert. Ratsbeschlüsse wurden nicht umgesetzt und alles unnötig in die Länge gezogen. Nun ist es schön zu sehen, wie die neue Schule Form annimmt und diesen Herbst fertig wird. Endlich wird in Bildung und für unsere Kinder investiert - dies ist unsere Zukunft.

Und auch beim Schulzentrum war ich mit meinen Kindern von 2012-2023 präsent und konnte die Schulentwicklung als Elternvertreterin, im Schulvorstand und den Schulausschusssitzungen über lange Jahre begleiten. Es ist nicht damit getan zu flicken und mit Dachpappe das Dach zu reparieren. Es herrscht große Raumnot, der Bauzustand ist hoch marode – 1970 war das Ganztagsgymnasium  modern doch inzwischen sind 56 Jahre rum und es bedarf einer grundlegenden Sanierung!

Über Jahre hatten die Kinder keine Essensmöglichkeit in einer Mensa, zeitweise gab es auch noch nicht mal einen Kiosk – ein Trauerspiel im Ganztagsschulbetrieb. Über Jahre wurde vorbildlich mit einem Partizipationsprozess – Schüler, Kollegium, Schulleitung, Eltern, Schulvorstand, Bauamt & Architekten - die Sanierung des Schulzentrums entwickelt und geplant. Das sehr gute Konzept wurde in den Gremien zum konkreten Bauprojekt umgesetzt und wartet nun darauf planmäßig realisiert zu werden.

Es wäre fahrlässig und horrend teuer, alles wieder über Bord zu werfen, um neu anzufangen. Die gesamten Planungskosten von mehreren Millionen Euro wären verloren und die fortwährenden Kostensteigerungen im Baugewerbe würden uns auffressen. Niemand kann sich solch ein Handeln leisten und ständig neu planen bis zur Handlungsunfähigkeit!

Ich fordere die CDU auf, endlich ein arbeitsfähiges Schulzentrum mit herzustellen und die bisherigen geplanten Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen und nicht zu spalten!“

Dagmar Täger

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