Barsinghausen. Trockenheit, Klimawandel und die Frage nach dem Wald der Zukunft: Beim forstlichen Spaziergang des Hegerings Barsinghausen erhielten mehr als 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sonnabend einen unmittelbaren Einblick in die aktuellen Herausforderungen im Deister.
Zum Auftakt begrüßte Hegeringleiter Wolfram Klöber die Teilnehmer am Nienstedter Pass. Unter den Gästen waren Teilnehmer des aktuellen Jägerkurses, Mitglieder des Hegerings Barsinghausen sowie weitere Interessierte.
Anschließend führte Revierförster Sebastian Lehmann die Gruppe fast drei Stunden lang durch unterschiedliche Waldbereiche. Direkt vor Ort erläuterte er, wie sich der Deister verändert und welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Forstwirtschaft hat.
Auf dem Weg zum widerstandsfähigen Mischwald
Ein Schwerpunkt des Spaziergangs lag auf der Frage, welche Maßnahmen notwendig sind, um langfristig einen stabilen und widerstandsfähigen Mischwald zu entwickeln. An verschiedenen Stellen konnten die Teilnehmer die Veränderungen im Wald unmittelbar betrachten und mit dem Revierförster diskutieren.
Dabei wurde auch die enge Verbindung zwischen Forstwirtschaft und Jagd deutlich. Junge Bäume können sich nach den Erläuterungen nur dann ausreichend entwickeln, wenn die Wildbestände an die jeweiligen Lebensräume angepasst sind. Forst und Jagd verfolgen bei der Entwicklung eines gesunden und stabilen Waldes daher gemeinsame Ziele.
Austausch zwischen Förstern und Jägern
Der Rundgang bot viel Raum für Fragen, Diskussionen und den Austausch zwischen Förstern, Jägern und angehenden Jägern. Die Teilnehmer konnten dabei nicht nur praktische Einblicke in die Arbeit im Revier gewinnen, sondern auch Zusammenhänge zwischen Waldbewirtschaftung, Klimawandel und Wildbeständen kennenlernen.
Auch die Leitung des aktuellen Jägerkurses zog ein positives Fazit. Die beiden Dozenten Mario Roth und Horst Glaubitz erwägen, den forstlichen Spaziergang künftig zu einem festen Bestandteil der Reviergänge während der Jägerausbildung zu machen.


