Gehrden. Am Sonntag, 13. September, finden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Auch in Gehrden wählen die Bürger einen neuen Rat. Mit diesen Standpunkten positionieren sich die Parteien und Wählergemeinschaften. (Teil 1/7)
Am 13. September gibt es einiges zu wählen. Neben Regionsversammlung und neuem Regionspräsidenten, geht es in Gehrden auch um einen neuen Stadtrat. Um die Positionen der verschiedenen Parteien und Wählergemeinschaften herauszufinden, hat die Redaktion den Parteien verschiedene Fragen gestellt.
Nicht alle Parteien haben innerhalb der Frist auf die Fragen reagiert.
Was ist aus Ihrer Sicht das größte Verkehrsproblem in Gehrden – und wie würden Sie es konkret lösen?
SPD: „Das größte Problem ist, dass sichere und verlässliche Mobilität nicht für alle gleichermaßen gewährleistet ist – besonders für Kinder, ältere Menschen und Menschen ohne Auto. Wir wollen sichere Fuß- und Radwege, bessere Verbindungen zwischen Kernstadt und Ortsteilen sowie einen verlässlichen ÖPNV. Gefahrenstellen müssen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ermittelt und zügig entschärft werden.“
CDU: „Das größte Problem ist der Durchgangsverkehr in Kernstadt und Ortsteilen. Wir setzen auf sichere Schulwege, bessere Beleuchtung, klare Querungen, Verkehrsberuhigung an Engstellen und eine Entlastung der Ortsdurchfahrten. Radwege wollen wir gezielt ausbauen und Lücken schließen – besonders bei der Anbindung Redderse."
Grüne: „Hohes Verkehrsaufkommen auf den Haupt- und auch Wohnstraßen durch Pendlerverkehr, langwierige Baustellen und Sperrungen im. Morgendlicher Druck durch Elterntaxen an den SchulenGescheiterte/ nicht umgesetzte Tempo 30 Zonen in den Ortschaften. Mehrere Lösungsmöglichkeiten: Bürger über Presse, Webseiten von Stadt und Parteien versuchen, die Bürger zu motivieren auf ÖPNV, Fahrrad und Mitfahrgelegenheiten umzusteigen. Die Politik fordert von der Verwaltung regelmäßige Berichte und fordert Maßnahmen zur Verbesserung.“
FDP: „Gehrden und die Ortsteile sind von den Entfernungen her ein Gebiet, das bestens für Fußgänger und Radfahrer geeignet ist. Aber diese Verkehrsteilnehmer wurden in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt. In den vergangenen Jahren wurde trotz gegenteiliger Aussagen in den Wahlprogrammen von Rot-Schwarz-Grün nichts für die Radfahrer und Fußgänger getan. Grundsätzlich sollte das Motto lauten: Zwischen Hannover und Gehrden und den Ortschaften sollte man ohne eigenes Auto auskommen.“
Die Linke: „Die Sperrung des Lemmier Bergfeldes ist nicht das einzige Problem, aber eines der wichtigsten. Und es ließe sich mit relativ wenig Planungsaufwand lösen – wenn die Politik bereit wäre, nötigenfalls rechtliche Schritte zu prüfen."

